Auf den Tabellen-16. aus Wolfsburg wartet am Samstagabend das Heimspiel gegen den FC Bayern, dessen Duell gegen PSG Dieter Hecking verfolgt hat. Wirkliche Erkenntnisse konnte er daraus allerdings nicht ziehen.
Bei Wolfsburg lauert die gelbe Gefahr
Die Laune ist besser in Wolfsburg, sicherlich dafür verantwortlich ist die verbesserte Tabellensituation. Die Stimmung im Team sei „keine gelöste, aber professionelle“, berichtete Dieter Hecking auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Man erkenne, wann man „mal lustig sein“ darf und wann wieder mehr Ernst gefragt ist. Die Mannschaft sei fokussiert, aber trotz der Situation entspannt. „Weil sich die Leistung stabilisiert hat, gibt uns das ein gutes Gefühl – auch wenn wir wissen, das jetzt das ‚Nonplusultra‘ kommt.“
„Ich weiß gar nicht was ich erwarten soll – ich erwarte eine gute Mannschaft.“ (Dieter Hecking)
Das „Nonplusultra“ respektive der FC Bayern, der gerade im Halbfinale der Champions League gegen Paris St. Germain ausgeschieden ist (4:5, 1:1). Und deshalb mit Wut im Bauch anreist? „Ich weiß gar nicht was ich erwarten soll – ich erwarte eine gute Mannschaft“, so Heckings trockene Replik. Den Sieg von PSG bezeichnete er als insgesamt verdient – und versuchte, in den Kopf von Vincent Kompany zu schlüpfen. „Gerade jetzt müssen wir zeigen, dass wir wieder aufstehen als starke Mannschaft“, so könnte die Denke des Bayern-Trainers sein. „Deshalb erwarte ich keine wütende, aber eine Top-Mannschaft.“
Gibt es Erkenntnisse aus dem Champions-League-Spiel? Schließlich hat es PSG ja gut vorgemacht, wie den Bayern beizukommen ist. „Stimmt, es sind aber auch andere Spieler“, sagte Hecking und lächelte dabei. „Wir haben nicht diese Möglichkeiten, wir müssen versuchen, unsere Möglichkeiten möglichst bestens auf den Platz zu bringen.“
Die Hoffnung auf das Momentum
Aber wie könnte das gehen? „Sich nur hinten reinstellen, wird nicht gelingen. Wir brauchen eine Top-Top-Leistung. In allen Bereichen, allen Facetten des Spiels“, so der 61-Jährige. Es gehe über Kompaktheit und Aggressivität gegen den Ball hin dazu, auch Lösungen mit dem Ball zu finden. „Wenn uns der FCB das Momentum gibt und die Tür ein Stück weit für uns aufmacht, sollten wir das erkennen und versuchen, sie einen Spalt weiter zu öffnen. Wenn uns das gelingt, dann ist auch in so einem Spiel mal ein positives Ergebnis drin.“
Was wird weiter passieren im Abstiegskampf? Die Zielsetzung bei seinem Einstieg sei Platz 16 gewesen – dort steht der VfL nun. „Gewonnen ist noch nichts“, so Hecking, der um den Vierkampf mit Heidenheim, St. Pauli und Bremen weiß und realistisch auf das Restprogramm blickt. „Es sollten keine zwei Niederlagen sein, denn ansonsten bist du abgestiegen.“ Aber im Moment mache das „gar nichts“ mit ihm: „Ich freue mich auf das Spiel gegen die Bayern – das sind Highlights.“
- Das Restprogramm in der Bundesliga
Jedenfalls sei auch bei den Anhängern die Zuversicht ein Stück weit zurück. Hecking: „Wolfsburg steigt ab, so war der Tenor der Fans, als ich gekommen bin. Jetzt traut man uns zu – vielleicht gegen die Bayern weniger -, aber am letzten Spieltag bei St. Pauli, das Ding noch für uns zu entscheiden, wobei es mit Sicherheit kein einfacher Gang werden wird zum Millerntor“, so Hecking. „Trotzdem: Wenn man so ein Endspiel hat – Endspiele gehören gewonnen, sonst hat man gar nichts.“
Quartett von Gelbsperre bedroht
Für den Showdown lauert allerdings die gelbe Gefahr. Drei Stammkräfte – Christian Eriksen, Vinicius Souza und Patrick Wimmer -, zudem auch Mattias Svanberg, sind von einer Gelbsperre bedroht. „Wir werden nicht bewusst darauf reagieren, was die Startelf angeht.“ Während des Spielverlaufs vielleicht, meinte Hecking. „Wir sind nicht in der Situation, Spieler zu schonen, sie werden damit umgehen können“, meinte er. Und sollten dann alle gelbgesperrt sein, „dann ist das so, dann werden drei andere spielen“.
Auf den Tabellen-16. aus Wolfsburg wartet am Samstagabend das Heimspiel gegen den FC Bayern, dessen Duell gegen PSG Dieter Hecking verfolgt hat. Wirkliche Erkenntnisse konnte er daraus allerdings nicht ziehen.
