Die Berliner sind in die Vorbereitung gestartet. Wie der neue Trainer Mauro Lustrinelli ein Gewinnerteam formen will – und welcher ehemalige Lieblingsschüler noch kommen soll.
Interesse an Imeri aus der Schweiz
Mauro Lustrinelli ist im Südosten Berlins bereits angekommen. „Es waren nur ein paar Tage, es fühlt sich aber schon an wie mehrere Monate. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir heute das erste Mal gemeinsam auf dem Platz gestanden haben“, sagte der Trainer von Union Berlin über seine Anfangszeit und den Trainingsauftakt bei seinem neuen Arbeitgeber.
Direkt die Viererkette ausprobiert
Der Schweizer begrüßte am Mittwoch 26 Feldspieler und drei Torhüter, ließ diese insgesamt rund 75 Minuten schwitzen. Auf dem Programm standen unter anderem Athletikübungen unter der Leitung von Fitnesstrainer Martin Krüger. Es folgten einfache, aber intensiv geführte Spielformen und ein längeres Abschlussspiel. Dabei wurde ersichtlich, dass beide Mannschaften bereits mit einer Viererkette aufgestellt wurden. Mit von der Partie waren auch die beiden Neuzugänge Marvin Friedrich sowie Zeno van den Bosch, die gemeinsam ein Innenverteidiger-Duo bildeten.
Am ersten Trainingstag fehlten lediglich WM-Fahrer Rani Khedira (Urlaub), Dmytro Bogdanov (U-19-EM mit der Ukraine) sowie Torhüter Frederik Rönnow, der weiterhin noch angeschlagen ist. „Ich möchte jeden Spieler genau kennenlernen und dann schauen wir, wie sie mit der neuen Ausrichtung klarkommen. Und dann werden wir uns Gedanken machen, wie der Kader sich noch verändern könnte“, sagte Lustrinelli, der bei der Einheit zunächst als stiller Beobachter agiert hatte und beim abschließenden Trainingsspiel dann das Kommando mit lauten Ansagen übernahm.
Lustrinelli fordert Intensität und Energie
Für ihn gehe es in erster Linie nun darum, ein Gewinnerteam zu formen. „Ein guter Spirit, eine Siegermentalität und viel Energie. Das werden die Schwerpunkte im Training sein“, betonte der 50-Jährige. Seine Marschrichtung: „Wir müssen gemeinsam als Team auftreten und die richtige Mentalität an den Tag legen. Wir werden einen anderen Fußball spielen mit hoher Intensität und Energie, offensiver ausgerichtet – mit Freude und Begeisterung.“
Dabei könnte es sein, dass im Laufe der Transferperiode einer seiner Lieblingsschüler zu ihm stößt. Denn was die Berner Zeitung als erstes berichtet hat, deckt sich mit kicker-Informationen. So zeigen die Köpenicker Interesse an Kastriot Imeri von den Young Boys Bern. Der zentrale Mittelfeldspieler, der ebenso auf dem Flügel eingesetzt werden kann, verbrachte die abgelaufene Spielzeit beim FC Thun und entwickelte sich unter Lustrinelli prächtig (30 Spiele, 6 Tore/8 Vorlagen). Der Vertrag des 26-Jährigen läuft in einem Jahr aus, Bern würde Imeri daher gerne verkaufen. Und Lustrinelli gilt als Mentor des einmaligen Schweizer Nationalspielers.
Die Berliner sind in die Vorbereitung gestartet. Wie der neue Trainer Mauro Lustrinelli ein Gewinnerteam formen will – und welcher ehemalige Lieblingsschüler noch kommen soll.
