Für hohen einstelligen Millionenbetrag: Schmid verlässt Werder in Richtung Italien 

Es hatte sich angebahnt, nun ist es fix: Romano Schmid verlässt Werder Bremen und schlägt seine Zelte künftig in Italien bei Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio auf.

Österreicher wechselt zu Frosinone

Im Test der Bremer am Samstag fehlte Romano Schmid laut Vereinsangaben aufgrund von muskulären Problemen. Kurz vor dem Spiel sickerte dann durch, dass sich der Österreicher in aussichtsreichen Gesprächen mit Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio befindet. Ein Transfer bahnte sich bereits an – und ist am heutigen Mittwoch offiziell bekanntgegeben worden.

„Mit Romano verlässt uns ein Spieler, der in letzten Jahren zu einem der Gesichter unserer Mannschaft wurde. Er ist in Bremen zu einem guten Bundesliga- und Nationalspieler gereift und hat sich mit dem Verein, der Stadt und den Fans sehr identifiziert. Frosinone Calcio hat jedoch ein Angebot abgegeben, dass sowohl unseren wirtschaftlichen Interessen als auch den persönlichen Vorstellungen von Romano gerecht wird. Für seinen neuen Schritt in Italien wünschen wir ihm sportlich wie privat alles Gute“, wird Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball, auf der Bremer Website zitiert.

Nach Keeper Mio Backhaus, der die Norddeutschen für zwölf Millionen plus Bonuszahlungen nach Freiburg verlassen hat, haben die Werderaner somit den nächsten millionenschweren Verkauf eingetütet. Schmid bringt den Bremern eine hohe einstellige Millionensumme ein, die samt Boni weiter anwachsen kann.

Überraschend kommt der Wechsel des 26-Jährigen nicht, bereits in den vergangenen Transferphasen galt der WM-Fahrer immer als möglicher Abgangskandidat. Bei der Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko konnte der Techniker nun auf großer Bühne Eigenwerbung betreiben. Mit Erfolg, nun wird er ein neues Kapitel in der Serie A beginnen.

„In den ganzen Jahren hier in Bremen ist so viel passiert: Abstieg, Aufstieg, ich bin zum Nationalspieler gereift und durfte an einer Europa- und an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Mein erster Sohn ist hier geboren. Meine Familie und ich haben uns hier immer wie zuhause gefühlt. Die Zeit hier wird in meinem Leben immer besonders sein. Jetzt habe ich die Chance in einem Land zu spielen, das ich mir immer gewünscht habe. Ich wünsche Werder, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen Fans alles Gute für die Zukunft“, sagt Schmid selbst.

Schlüsselspieler Schmid – Werder jetzt mit Spielraum

Schmid war im Januar 2019 von RB Salzburg an den Osterdeich gewechselt, aber umgehend für eineinhalb Jahre zum Wolfsberger AC verliehen worden. Nach seiner Rückkehr musste er zwar in seiner ersten Saison an der Weser mit seinen Teamkollegen den Bundesliga-Abstieg verkraften, war dann jedoch ein Schlüsselspieler beim sofortigen Wiederaufstieg 2022 unter Trainer Ole Werner. Kurz danach debütierte er für Österreichs Nationalmannschaft.

Bei Werder gehörte der kleine Edeltechniker stets zu den wichtigsten Scorern, seit 2023/24 (4 Tore/7 Assists) gelangen ihm in jedem Jahr zweistellige Bundesliga-Scorerwerte, in der abgelaufenen Saison stellte er mit zwölf seinen persönlichen Bestwert auf (4/8). Im Sommer hatte sich Schmid die Nummer 10 von Leonardo Bittencourt (jetzt Energie Cottbus) gesichert. Die könnte nun weiterwandern an Neuzugang Chuki, der in der Vorbereitung bereits gezeigt hat, dass er als zentraler Mittelfeldspieler ähnliche Fähigkeiten wie der Österreicher hat.

Der Abgang Schmids bringt Werder natürlich neuen finanziellen Handlungsspielraum auf der Zugangsseite ein, zudem ist durch den Abgang des Leistungsträgers natürlich ein Loch entstanden. Außerdem sollen noch ein Außenverteidiger, ein defensiver Mittelfeldspieler und ein Stürmer kommen.

 Es hatte sich angebahnt, nun ist es fix: Romano Schmid verlässt Werder Bremen und schlägt seine Zelte künftig in Italien bei Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio auf. 

 

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