Während fast alle anderen Bundesligisten ihre Pflichtspiel-Generalprobe gegen internationale Teams bestreiten, testet RB Leipzig am Samstag beim FC Bayern. Das hat eine lange Vorgeschichte – und wird sich wiederholen.
Ungewöhnliches Freundschaftsspiel
Werder Bremen bestritt am vergangenen Samstag ein Testspiel, wie es immer mehr in Mode kommt: Gespielt wurde nicht über zweimal 45 Minuten – das macht man ja bald eh wieder regelmäßig -, sondern über viermal 35 Minuten. Noch bemerkenswerter war allerdings der Gegner beim 2:2-Remis: der SC Paderborn, ein Bundesliga-Konkurrent also.
In den vergangenen Jahren gab es solche Tests nur sehr punktuell und niemals unter zwei Top-Teams der Liga. Das ändert sich nun: Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) empfängt der FC Bayern RB Leipzig in München, der amtierende Meister demnach den Vorjahresdritten.
Während der FCB am Dienstag noch beim 1. FC Heidenheim testet, ist es für RB die Generalprobe vor dem Pflichtspielstart eine Woche später – die die meisten anderen Bundesligisten lieber gegen internationale Teams bestreiten, vornehmlich aus England.
Wie also kam der Kracher Bayern gegen Leipzig – offiziell gelabelt als „Telekom Cup“ – zustande? Der entscheidende Anstoß ist schon fünf Jahre her: Als Trainer Julian Nagelsmann 2021 von RB nach München wechselte, floss nicht nur die Rekord-Ablösesumme von 20 Millionen Euro. Vereinbart wurde zusätzlich ein Testspiel, dessen Einnahmen allerdings komplett bei Bayern bleiben. Jetzt wird diese alte Vereinbarung eingelöst.
Bei Leipzig stauen sich die Top-Tests – neu ist eines gegen Real
Und es ist nicht die letzte: Nach kicker-Informationen wird es in den kommenden Jahren ein weiteres freundschaftliches Aufeinandertreffen beider Klubs geben, dann in Leipzig. Das wurde beschlossen, als Max Eberl im März 2024 Sportvorstand bei Bayern wurde, aber noch bei RB unter Vertrag stand.
Die Leipziger scheinen generell gerne Testspiele in Verhandlungen mit anderen Klubs einzubauen. Laut Bild stehen noch hochkarätige Tests gegen Manchester City (wegen Josko Gvardiols Wechsel 2023), den FC Barcelona (Dani Olmo, 2024) und Manchester United (Benjamin Sesko, 2025) aus. Und nach kicker-Informationen wird es beizeiten auch noch eines gegen Real Madrid geben – wegen Yan Diomandes 125-Millionen-Euro-Transfer zu den Königlichen.
Während fast alle anderen Bundesligisten ihre Pflichtspiel-Generalprobe gegen internationale Teams bestreiten, testet RB Leipzig am Samstag beim FC Bayern. Das hat eine lange Vorgeschichte – und wird sich wiederholen.
