Frankfurt mit KSC-Juwel Ben Farhat einig – Transfer hakt an Ablöse 

Louey Ben Farhat hat trotz Verletzungen eine ordentliche Zweitliga-Saison hinter sich – und dazu noch großes Potenzial. Dies alles erkennt auch Eintracht Frankfurt und möchte das Offensiv-Juwel verpflichten. Doch noch besteht mit dem Karlsruher SC Klärungsbedarf.

Verletzungen erzeugen Fragen

Der Abgang von Louey Ben Farhat rückt näher, wird wahrscheinlicher. Eintracht Frankfurt soll sich mit dem Spieler und dessen aktuellen Berater-Team über die Vertragskonditionen bei einem Wechsel in die Hessenmetropole einig sein.

Allerdings gibt es noch keine Einigkeit zwischen der Eintracht und dem Karlsruher SC in Sachen Ablöse. Man munkelt, die Frankfurter hätten im Wildpark eine Offerte in Höhe von rund neun Millionen Ablöse für den Nationalspieler Tunesiens hinterlegt. Die Karlsruher sind wohl noch nicht zufrieden. Zudem sollen wohl Details wie eine prozentuale Beteiligung der Badener an einem Weiterverkauf, Einsatzprämien und Erfolgs-Beteiligungen – sollte die Eintracht im internationalen Geschäft hohe Einnahmen verbuchen – noch nicht geklärt sein. All das soll im Mittelpunkt der Diskussionen stehen.

Bedarf auf drei Positionen

Die Verantwortlichen der Blau-Weißen sollen bei der Ablösesumme, die aufgrund des bestehenden Vertrags bis 2029 ohne Ausstiegsklausel frei verhandelbar ist, von rund zehn Millionen Euro Ablöse bereit sein, Ben Farhat, trotz gültigen Vertrags gehen zu lassen. Ein Zehn-Millionen-Euro-Schub würde der KSC-Kasse enorm guttun. Damit würde die Suche nach den so essenziellen Verstärkungen auf der linken Abwehrseite, in der Innenverteidigung und im Angriff einfacher werden. Man könnte bessere Gehälter bezahlen.

Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann gibt einen Einblick, welche Gedanken die Karlsruher bei dieser Angelegenheit leiten: „Wir wägen alles nach sportlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab. Derzeit gewichten wir seinen sportlichen Mehrwert für uns höher als die wirtschaftliche Komponente, deshalb ist noch nichts passiert.“ Der frühere Innenverteidiger macht klar: „Wir hätten Louey auch nächste Saison gerne hier beim KSC. Solange unsere Schmerzgrenze nicht erreicht ist, wird Louey hier bei uns sein in der nächsten Saison.“

Bei der Abwägung zwischen stattlicher Ablöse und sportlichem Wert denken einige im Umfeld der Badener auch daran, dass Ben Farhat in seiner noch jungen Karriere verletzungsanfällig war. Ein Mittelfußbruch und eine Außenbandverletzung im Sprunggelenk setzten ihn viele Monate außer Gefecht. Auch daher kam er in der abgelaufenen Spielrunde nur zu 20 Einsätzen. Die Gefahr, dass sein Marktwert bei weiteren Verletzungen sinkt, ist vorhanden. Denn das Attribut „Verfügbarkeit“ wäre dann nicht stringent gegeben.

Die Tendenz? Ben Farhat wird abgegeben.

 Louey Ben Farhat hat trotz Verletzungen eine ordentliche Zweitliga-Saison hinter sich – und dazu noch großes Potenzial. Dies alles erkennt auch Eintracht Frankfurt und möchte das Offensiv-Juwel verpflichten. Doch noch besteht mit dem Karlsruher SC Klärungsbedarf. 

 

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