Ex-Hoffenheimer Akpoguma verstärkt Frosinone Calcio 

Hoffenheims langjähriger Verteidiger Kevin Akpoguma steht vor einer neuen Herausforderung. Der 31-Jährige wechselt in die Serie A und verstärkt für die kommenden zwei Jahre Aufsteiger Frosinone nahe Rom.

Ablösefreier Wechsel zum Serie-A-Aufsteiger

Am Donnerstagnachmittag absolvierte Kevin Akpoguma noch den obligatorischen Medizincheck, dann war das neue Abenteuer des 31-Jährigen besiegelt. Der zuletzt vertragslose Abwehrspieler wechselt ablösefrei nach Italien zu Frosinone Calcio, wo er einen Vertrag zunächst für die kommenden zwei Jahre bis 2028 erhält. Damit startet der langjährige Hoffenheimer Verteidiger, der im Sommer keinen Anschlussvertrag im Kraichgau mehr bekommen hatte, ein neues Kapitel auf der Zielgeraden seiner Karriere.

Schon länger hatte Akpoguma die Serie A im Visier und seine Italienischkenntnisse mit Bedacht weiträumig vorbereitet. Nun zieht es den langjährigen Bundesligaprofi tatsächlich nach Italien. Dort soll er helfen, den Rückkehrer in die Erstklassigkeit zu stabilisieren. Frosinone war im Sommer zum insgesamt vierten Mal in die Serie A aufgestiegen, nach dem Abstieg 2024 gelang umgehend der Wiederaufstieg für den Klub rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Rom.

Der in Neustadt an der Weinstraße geborene Akpoguma hatte den Großteil seiner Laufbahn in Hoffenheim unter Vertrag gestanden, insgesamt 13 Jahre. Damit war „Akpo“ zuletzt der dienstälteste TSG-Profi gewesen. Bereits 2013 war der Deutsch-Nigerianer aus dem Nachwuchs des Karlsruher SC in den Kraichgau gewechselt und hatte bei der TSG zahlreiche Aufs und Abs erlebt. Zweieinhalb Jahre hatte er zwischenzeitlich auf Leihbasis auch für die Zweitligisten Fortuna Düsseldorf (2015-2017) und später das erste Halbjahr 2019 in Hannover gespielt.

Nach Halswirbelbruch vor dem Karriere-Aus

In Düsseldorf hatte sich der resolute Zweikämpfer im April 2017 im Spiel gegen St. Pauli einen Halswirbelbruch zugezogen. Der schwerwiegende Unfall hatte sogar kurzfristig die Fortsetzung seiner Karriere infrage gestellt. Doch Akpoguma kehrte zurück. Auch nach der zweiten Leihe nach Hannover kämpfte sich der Athlet auch bei der TSG immer wieder teils aus der zweiten Reihe in die Stammformation zurück.

Noch im vorletzten Jahr hatte der Hüne (1,92 m) mit 32 Ligaspielen, sieben Europacup- und drei Pokal-Einsätzen maßgeblichen Anteil daran, dass Hoffenheim in dieser schwierigen Umbruchsaison im ersten Jahr unter Trainer Christian Ilzer noch die Kurve bekam und die Klasse gehalten hatte. Erst in der Vorsaison schwanden die Einsätze und die sportliche Bedeutung Akpogumas, der dennoch bis zuletzt in Training und Kabine ein wichtiger Faktor war. Die Verabschiedung gemeinsam mit Grischa Prömel und Ihlas Bebou war ihm sichtlich nahe gegangen.

64 Juniorenländerspiele für Deutschland, 8 Einsätze für Nigeria

Bis zur U 21 hatte er als Juniorennationalspieler in insgesamt 64 Länderspielen die Auswahlteams des DFB durchlaufen und war später achtmal für die A-Mannschaft Nigerias, das Herkunftsland seines Vaters aufgelaufen.

 Hoffenheims langjähriger Verteidiger Kevin Akpoguma steht vor einer neuen Herausforderung. Der 31-Jährige wechselt in die Serie A und verstärkt für die kommenden zwei Jahre Aufsteiger Frosinone nahe Rom. 

 

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