Ein stärkeres Argument als Geld: Hofmann wechselt nicht nach Saudi-Arabien 

Jonas Hofmann lag ein lukratives Angebot aus Saudi-Arabien vor. Der Offensivspieler wird aber nicht in die Wüste wechseln – obwohl die Aussichten in Leverkusen alles andere als gut sind.

Trotz lukrativem Angebot

Den 4:0-Sieg über Union Berlin feierte Jonas Hofmann mit seinen Kollegen – und seinem Kind auf dem Arm – auf dem Rasen. Und auf den Rängen wusste niemand so genau, ob er womöglich zum letzten Mal auf dem Feld der BayArena stehen würde. Der saudi-arabische Hauptstadtklub Al-Shabab hatte dem Routinier ein lukratives Angebot unterbreitet, das aus wirtschaftlicher Sicht sowohl für den Spieler als auch für den Verein eine Win-win-Situation gewesen wäre. Das Transferfenster in der Saudi Pro League ist anders als in Europa noch geöffnet.

Doch zu dem Transfer wird es nicht kommen. Nach kicker-Informationen wird Hofmann nicht nach Saudi-Arabien wechseln. Hofmann verzichtet dadurch einerseits auf viel Geld und nimmt andererseits in Kauf, dass er sportlich in seinem letzten Vertragsjahr in Leverkusen maximal eine Nebenrolle einnehmen wird. Bei der Auftaktniederlage in Elversberg war der 34-Jährige noch eingewechselt worden, gegen Union verbrachte er die 90 Minuten auf der Bank.

Und die Aussichten dürften nicht besser werden. Für die Offensive holte Bayer 04 am Deadline Day Moussa Diaby – wohlgemerkt aus Saudi-Arabien – zurück, der Hofmann prompt als Einwechselspieler vorgezogen wurde und dessen Rolle eher größer als kleiner werden dürfte.

Private Gründe dürften den Ausschlag gegeben haben

Außerdem dürften die momentan noch verletzten Nathan Tella, Eliesse Ben Seghir und Martin Terrier bald wieder zur Verfügung stehen. Während Tella und Ben Seghir in der Rangordnung sowieso vor Hofmann anzusiedeln sind, wurde Terrier dem ehemaligen deutschen Nationalspieler bei der Nominierung für die Europa League vorgezogen: Dort wurde Hofmann – wie auch Victor Boniface, mit dem er 2023/24 das Double gewann – die nicht für die Gruppenphase gemeldet.

Auf viele Einsätze zu kommen, wird für den Ex-Gladbacher also trotz drei Wettbewerben, in denen Bayer 04 aktiv ist, äußerst schwer. Allerdings gab es wohl ein stärkeres Argument für Hofmann. Die Entscheidung gegen einen Wechsel dürfte zumindest teils auch aus privaten Gründen gefallen sein. Hofmanns Frau – eine TV-Moderatorin – ist hochschwanger, das Paar erwartet im Herbst das zweite Kind. Ein Umzug nach Saudi-Arabien käme da nicht gelegen – und kommt nun auch nicht zustande.

 Jonas Hofmann lag ein lukratives Angebot aus Saudi-Arabien vor. Der Offensivspieler wird aber nicht in die Wüste wechseln – obwohl die Aussichten in Leverkusen alles andere als gut sind. 

 

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