Dortmunds Triple-B-Woche mit schwierigen Vorzeichen 

Bodö, Berlin, Baku: Für Borussia Dortmund steht eine Woche mit drei Auswärtsspielen in sieben Tagen, weiten Flügen und sehr unterschiedlichen Bedingungen an. Ist die Mannschaft dafür bereit?

Drei Auswärtsspiele in sieben Tagen

Die Hoffnung auf den Anblick von Polarlichtern schwindet beim Blick auf den Wetterbericht. Während bis einschließlich Montag in Bodö zu winterlichen Temperaturen noch ein paar Sonnenstunden angesagt sind, sollen ab Dienstag zeitgleich mit den Gästen aus Deutschland Regen und generelle Ungemütlichkeit im nordnorwegischen Örtchen einziehen, gefühlte Temperaturen um den Nullpunkt und erschwerte Bedingungen. Der langfristige Trend für Baku dagegen prognostiziert für die kommenden zwei Wochen meteorologische Heiterkeit und rund 20 Grad.

Es sind sehr unterschiedliche Bedingungen, unter denen Borussia Dortmund innerhalb von sieben Tagen drei Spiele bestreiten muss. Norwegen und Aserbaidschan, dazwischen ein Ausflug nach Berlin-Köpenick – das Programm in der Triple-B-Woche ist hart, intensiv und kräfteraubend. Und das 2:2 gegen Bremen gibt dabei nicht unbedingt Rückenwind.

„Bei den vielen Auswärtsspielen wäre ein Erfolgserlebnis am Anfang dieser Phase extrem cool gewesen, auch extrem wichtig für die Mannschaft“, befand Sport-Geschäftsführer Lars Ricken am Freitagabend.

11.000 Kilometer Flugstrecke vor der Brust

Gleichzeitig wollte er „jetzt nach vorn schauen“, denn „wir haben jetzt Bodö, dann kommen wir einen Tag zurück, dann fliegen wir nach Berlin, dann kommen wir einen Tag zurück, dann fliegen wir schon wieder nach Aserbaidschan“. In dieser Zeit und mit rund 11.000 Reise-Kilometern vor der Brust wird die Belastungssteuerung der Dortmunder Spieler zur Härteprobe für Niko Kovac und Co. Denn schon zu Beginn der neun Spiele in vier Wochen war ersichtlich, dass die körperlichen Grenzen schnell erreicht sein könnten.

Gegen Bremen kam der Einbruch am Ende nicht komplett überraschend, waren in der langen Länderspielpause zuvor doch insgesamt 20 Spieler mit ihren Nationalteams unterwegs, Nico Schlotterbeck, Julian Ryerson und Carney Chukwuemeka kamen verletzt zurück, Daniel Svensson und Konstantinos Karetsas kränkelnd. Einzig Marcel Sabitzer und Maximilian Beier konnten in der Zeit etwas Kraft tanken.

Fehlende Konzentration, einfache Fehler

Am Freitag war in der Schlussphase offensichtlich, dass Akteuren wie Schlotterbeck, Waldemar Anton, Felix Nmecha oder dem sogar nur eingewechselten Joey Veerman die Konzentration fehlten, einfache Fehler führten zu zwei vermeidbaren Gegentoren. Kovac wird rotieren müssen, kann aktuell aber nicht auf jeder Position auf die gesamte Breite zurückgreifen. Vor allem in bei den Außenverteidigern und auf den beiden Offensivpositionen fehlen auch wegen Verletzungen und körperlichem Rückstand Optionen.

„Erst einmal geht es jetzt um die Regeneration“, erklärt Ricken mit Blick auf das weitere Programm, „dann werden wir das Spiel analysieren und alle wieder in den Rhythmus bekommen“. Viel Zeit bleibt dafür nicht.

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