Doppelrolle in MLS und NFL? Kane denkt über die Zeit nach Bayern nach 

Seinen im Sommer 2027 auslaufenden Vertrag beim FC Bayern wird Harry Kane wohl zeitnah ausweiten. Ferner macht sich der Engländer bereits Gedanken über seine Zeit nach der in München – und findet deutliche Worte zum WM-Aus gegen Argentinien.

„Werde mich damit ernsthafter beschäftigen“

Als Formsache gilt die Vertragsverlängerung von Harry Kane beim FC Bayern München. Am Mittwoch hatte der Engländer bereits angekündigt, dass die Unterschrift „nicht mehr allzu lange dauern“ wird. Bis wann das neu datierte Arbeitspapier des 33-Jährigen gültig sein wird, ist noch unklar.

Losgelöst davon hat der Stürmer im Camp der englischen Nationalmannschaft mögliche Optionen für eine Zeit nach dem deutschen Rekordmeister offenbart. So spielt Kane mit dem Gedanken, die Sportart zu wechseln. Konkret erwägt er eine Doppelrolle als Fußballprofi in der MLS und als Kicker in der NFL.

Kane: „Hängt von meiner Motivation ab“

„Das ist etwas, womit ich mich etwas ernsthafter beschäftigen werde“, wurde Kane unter anderem von The Athletic zitiert. „Es hängt alles davon ab, wie sich meine Karriere in den nächsten fünf oder sechs Jahren entwickelt, von meiner Motivation und davon, was ich tun möchte.“ Neben dem American Football ist Golf eine weitere Sportart, die Kane begeistert. Der 33-Jährige ist in London Mitglied in einem privaten Golfklub. Weil es schwer sei, professioneller Golfer zu werden, „ist die NFL viel realistischer als der Golfsport, sagen wir es mal so.“

Bislang habe es aber noch keine Gespräche über ein Engagement in der NFL gegeben, betonte Kane. „Wenn die Leute wissen, dass ich hier im Fußball noch in Topform bin, kommt dieses Thema gar nicht erst zur Sprache“, sagte er und fügte an: „Aber ich habe das im Hinterkopf, denn im Moment habe ich das Gefühl, dass ich hier so lange spielen möchte, wie ich kann.“

Nach seinem Wechsel 2023 von Tottenham Hotspur zum FC Bayern erzielte Kane in 154 Pflichtspielen 152 Tore. Allein 61 davon in der vergangenen Spielzeit. Da der Spielbetrieb der NFL und MLS zeitversetzt zueinander verlaufen, könnte Kane seine mögliche Doppelrolle zeitlich koordinieren. „Wenn ich das machen würde, würde ich die Sache ernst nehmen“, stellte er klar. „Ich würde mir vorher sechs Monate bis ein Jahr Zeit nehmen, um zu trainieren.“

Und doch würde der Engländer als NFL-Kicker weiterhin bei seiner Paradedisziplin bleiben: dem Schuss. Nur eben nicht auf ein gewöhnliches Fußballtor, sondern zwischen zwei Stangen, den sogenannten Goalposts. Nach einem Touchdown beispielsweise, kommt der Kicker zum Einsatz, um seinem Team bei einem Treffer einen weiteren Punkt zu sichern. „Ich schieße Elfmeter, und der Druck sowie die Technik sind sehr ähnlich“, vergleicht Kane.

„Es fühlte sich an, als wären wir nicht wir selbst als Mannschaft.“ (Harry Kane über WM-Aus gegen Argentinien)

Zeitgleich ordnet er ein: „Aber wie ich weiß, ist es bei allen Spitzensportarten so: Wenn man sie im Fernsehen sieht, lassen die Leute es einfach aussehen, und man denkt, es sei möglich, aber das ist nicht immer der Fall.“ Vom Fernseher aus musste der 33-Jährige auch das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien verfolgen. Die Three Lions um Kapitän Kane waren zuvor im Halbfinale an den Südamerikanern gescheitert (1:2).

Deutliche Worte zum Halbfinal-Aus fand Kane etwa zwei Monate nach dem Turnier: „Es fühlte sich an, als wären wir nicht wir selbst als Mannschaft. Es war nicht die Mannschaft, die wir sein wollten und von der wir gesagt hatten, dass wir sie sein würden. Ich glaube, wenn man gegen seine Überzeugungen handelt und dann verliert, fühlt es sich zehnmal schlimmer an.“

Das Finale in New York habe er sich nicht angesehen, ließ er durchblicken. „Ich habe versucht, alles daran zu ignorieren“, sagte er vor dem Nations-League-Auftakt gegen Weltmeister Spanien (Samstag, 20.45 Uhr). Stattdessen habe er am Finaltag Golf gespielt.

 Seinen im Sommer 2027 auslaufenden Vertrag beim FC Bayern wird Harry Kane wohl zeitnah ausweiten. Ferner macht sich der Engländer bereits Gedanken über seine Zeit nach der in München – und findet deutliche Worte zum WM-Aus gegen Argentinien. 

 

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