Die Trainerfrage: St. Pauli will, doch Blessin zögert 

Die Aufarbeitung des Abstiegs hat beim FC St. Pauli am Sonntag begonnen, die Planungen für die 2. Liga laufen nun ebenfalls an – noch herrscht keine endgültige Klarheit, ob Alexander Blessin als Trainer nur Teil der Saisonanalyse oder auch Teil des Neustarts sein wird. Die Bosse setzen darauf, der Coach will abwägen.

Entscheidung steht bevor

Medienrunden zum Ende einer jeweiligen Saison mit den handelnden Personen haben auf St. Pauli Tradition. Jene am Montagvormittag im Presseraum des Millerntores wurde mit großer Spannung erwartet – weil Alexander Blessin seine Zukunft unmittelbar nach dem 1:3 gegen den VfL Wolfsburg und dem damit feststehenden Abstieg offen gelassen hatte.

Der 52-Jährige tat dies auch mit zwei Tagen Abstand. Dass er in der Runde saß und in intensiven Gesprächen mit Sportchef Andreas Bornemann und Präsident Oke Göttlich ist, belegt, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit vorstellbar ist, sie ist aber keinesfalls besiegelt, sondern steht durch den noch ein Jahr gültigen Arbeitsvertrag bislang nur auf dem Papier.

„Die Zeit hat Kraft gekostet, es gilt, alles aufzuarbeiten“

Am Sonntag hatte Blessin bereits mit Bornemann zusammengesessen und erklärt: „Am Samstag war nur Leere, jetzt gilt es, Energie zu schöpfen. Wir sind im Austausch über verschiedene Themen. Auch darüber, was wir und ich hätten besser machen können.“ Er ist überzeugt: „Der Abstieg hätte vermieden werden können.“ Die Bosse wollen dennoch grundsätzlich mit Blessin weitermachen. Unter einer Voraussetzung, die Bornemann klar benennt: „Ich habe zu Alex gesagt, es geht nur mit 100 Prozent Überzeugung, dass er die absolute Power und Energie einbringen muss.“

Die Energiefrage stellt sich Blessin in diesen Tagen. Dass er mit St. Pauli in die 2. Liga geht, schließt er ausdrücklich nicht aus und sieht dies durch seine Anwesenheit in der Medienrunde und seine Gespräche mit den Chefs auch bestätigt: „Sonst würde ich nicht hier sitzen.“ Er ergänzt: „Die Leere weicht während unseres Austauschs, jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen.“

Jene Schlüsse können aber ausdrücklich auch einen Abschied bedeuten. „Ich bin ein ehrlicher Kerl, der Austausch ist gut“, sagt Blessin. „Es geht jetzt aber auch darum, innezuhalten und gut zu überlegen. Die letzte Zeit hat Energie gekostet, es gilt, das alles sauber aufzuarbeiten. Der Verein braucht einen Trainer, der klar sagt: Wir rocken das Ding.“ Ob er derjenige sein wird, sagt er (noch) nicht.

St. Pauli kann sich kein Zeitspiel leisten

Blessins Argumentation, sich Zeit zu nehmen für die Beantwortung der Frage, ob er nach dem Abstieg die Energie für einen Neustart hat, ist nachvollziehbar. Klar ist: St. Pauli kann sich kein Zeitspiel leisten und darauf warten, wie sich mögliche andere Interessenten positionieren. Denn: Blessin hat trotz des Abstiegs insbesondere in der Vorsaison mit einer eindrucksvollen Trainerleistung Interesse in der Branche geweckt, auch jetzt fällt sein Name immer wieder, unter anderem in Wolfsburg und Augsburg.

Einen Zusammenhang mit möglichen anderen Klubs will Blessin naturgemäß nicht herstellen. Er versichert: „Wir müssen jetzt alles auf den Tisch legen und dann sagen: Wie geht es weiter? Den Abstieg wiedergutzumachen, ist auf jeden Fall eine Option, deswegen sitze ich hier.“

Dass die wichtigste Entscheidung für den sportlichen Bereich schnell fallen muss, liegt auf der Hand. Bornemann unterstreicht diese Dringlichkeit auch. „Für mich“, sagt der Sportchef, „beginnt die neue Spielzeit jetzt.“ Ob dies mit oder ohne Blessin geschieht, wird zeitnah feststehen: „Es ist klar, dass das in den nächsten zwei, drei Tagen klar sein muss.“

 Die Aufarbeitung des Abstiegs hat beim FC St. Pauli am Sonntag begonnen, die Planungen für die 2. Liga laufen nun ebenfalls an – noch herrscht keine endgültige Klarheit, ob Alexander Blessin als Trainer nur Teil der Saisonanalyse oder auch Teil des Neustarts sein wird. Die Bosse setzen darauf, der Coach will abwägen. 

 

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