Am 10. Mai 2025 feierte der Hamburger SV durch ein 6:1 gegen Ulm die Rückkehr in die Bundesliga, auf den Tag genau ein Jahr darauf einen umjubelten Abschied aus der Heim-Saison. Das 3:2 gegen Freiburg geriet in vielerlei Hinsicht emotional.
Kroate demonstriert zum Abschied sämtliche Qualitäten
Merlin Polzin hat häufig den richtigen Ton getroffen in dieser Spiezeit, im Umgang mit seinen Spielern, aber auch bei öffentlichen Einordnungen. Am Sonntag rundete Hamburgs Trainer die Saison treffend ab. „Ich bin sehr glücklich“, sagte der 35-Jährige, „denn der letzte Eindruck ist oft derjenige, der bleibt.“
Der Aufsteiger hinterließ eine Woche nach der Rettung und auf den Tag genau ein Jahr nach der rauschenden Aufstiegs-Party einen durchweg mitreißenden Eindruck – und zelebrierte die hoch emotionale Verabschiedung eines absoluten Hauptdarstellers der zurückliegenden Monate: Luka Vuskovic.
„Ich bin sehr glücklich, dass ich Teil dieses Vereins sein durfte“
Der kroatische A-Nationalspieler hatte am 4. Spieltag gegen Heidenheim (2:1) bei seiner Heim-Premiere das erste Bundesligator des HSV seit über sieben Jahren erzielt. Im letzten Heimspiel traf er wieder und demonstrierte abermals, was für ein außergewöhnlicher Jung-Profi in dieser Spielzeit das Hamburger Trikot trug.
Gemeinsam mit Fabio Vieira (gehört dem FC Arsenal und ist ebenso kaum zu halten) hatte Polzin Vuskovic in der Nachspielzeit ausgewechselt, weil er „beiden diesen besonderen Rahmen geben wollte.“ Der Volkspark bebte und verneigte sich von zwei Ausnahmekönnern, die kaum zu ersetzen sein werden.
„Zu 99,9 Prozent war es meine Abschieds-Party“
„Zu 99,9 Prozent“, erklärte Vuskovic wenig überraschend, „war es meine Abschieds-Party“. Sie fiel rauschend und standesgemäß aus. Sein Bruder Mario, ab November wieder spielberechtigt, war ebenso im Stadion wie seine Eltern. „Es ist ein spezieller Moment“, verrät der erst 19-jährige Anführer. „Ich bin sehr glücklich, dass ich dieser Mannschaft helfen konnte. Und ich bin sehr glücklich, dass ich Teil dieses Vereins sein durfte.“
Vuskovic half enorm, ist mit sechs Saisontreffern, gemeinsam mit Fabio Vieira aktuell erfolgreichster Torschütze. Und stieg zum Aushängeschild eines Vereins auf, der sich mit 37 Punkten trotz einer Schwächephase im Frühjahr insgesamt eindrucksvoll im Oberhaus zurückgemeldet hat.
Dass die Frühjahrs-Krise gleichzeitig im engen Zusammenhang mit dem von Tottenham ausgeliehenen Kroaten stand, zeigt, wie groß die Aufgabe wird, ihn zu ersetzen. Bei den drei Niederlagen in Stuttgart (0:4), Bremen (1:3) und gegen Hoffenheim (1:2) hatte er wegen einer Knieprellung gefehlt – in der kommenden Saison muss Hamburg komplett ohne ihn auskommen.
Polzin wollte sich am frühen Sonntagabend jedoch ausdrücklich nicht dem Abschiedsschmerz hingeben. „Ich“, streicht er den positiven Aspekt heraus, „durfte ein Jahr Trainer dieser Spieler sein und bin sehr glücklich darüber, weil sie eine super Saison gespielt haben.“ Gleichzeitig gibt er sich beim Blick nach vorn angriffslustig: „Es muss sich keiner Sorgen machen, dass wir im nächsten Jahr nicht bereit sein werden.“
Am 10. Mai 2025 feierte der Hamburger SV durch ein 6:1 gegen Ulm die Rückkehr in die Bundesliga, auf den Tag genau ein Jahr darauf einen umjubelten Abschied aus der Heim-Saison. Das 3:2 gegen Freiburg geriet in vielerlei Hinsicht emotional.
