Die Eintracht kommt nicht zur Ruhe, im Fokus steht abermals Markus Krösche. Der Sportvorstand kaufte 2022 ein Grundstück auf einer kroatischen Insel – involviert war die Ehefrau eines einflussreichen Beraters.
Eintracht-Aufsichtsrat vorerst beruhigt
Es ist gerade mal einen Monat her, als in Frankfurt die Alarmglocken schrillten, weil die AC Mailand Sportvorstand Markus Krösche und Sportdirektor Timmo Hardung abwerben wollte. Krösche ließ das Thema tagelang laufen, ehe er sich intern klar zur Eintracht bekannte. Nun sorgt eine Recherche in der Bild am Sonntag für neue Unruhe.
In dem Artikel wird aufgedeckt, dass Krösche im Mai 2022 ein Grundstück auf der kroatischen Insel Dugi Otok erworben hat. Dabei sei die Unternehmerin Lana Banely, Ehefrau des Spielerberaters Andy Bara, entscheidend involviert gewesen. So berichtet die Zeitung: „Das Grundstück war früher deutlich größer, bis es 2021 geteilt wurde. Hier kommt die Frau von Andy Bara ins Spiel: Sie kaufte am 11. Mai 2022 einen Teil des Geländes. Doch der Kaufvertrag sollte nur gelten, wenn der andere Teil an Krösche ging.“
Das Unternehmen von Baras Frau sei von Krösche zudem damit beauftragt worden, auf dem Grundstück ein Ferienhaus zu errichten. Das habe Krösches Anwalt mitgeteilt. Pikant: 2021 und 2022 verpflichtete Krösche in Kristijan Jakic, Hrvoje Smolcic und Jerome Onguené drei Spieler aus Baras Agentur Niagara Sports. Hierzulande geriet der Berater unter anderem wegen der Causa Jaka Cuber Potocnik in den Fokus der Öffentlichkeit. Auch der gescheiterte und in seiner gekränkten Eitelkeit weiterhin wüst gegen die SGE austeilende Ex-Coach Albert Riera wird von Bara beraten.
„Kein Zusammenhang mit Spielertransfers“
Allerdings sollen die sportlichen Geschäfte und der Grundstücksdeal nicht miteinander in Verbindung stehen. „Der Erwerb der Immobilie auf Dugi Otok stand in keinem Zusammenhang mit irgendwelchen Spielertransfers“, wird Krösches Anwalt in dem Artikel zitiert. Zu keinem Zeitpunkt habe es eine „direkte oder indirekte Bevorteilung von Markus Krösche durch Andy Bara“ gegeben. Die Familie Krösche habe in Kroatien gerne ihren Urlaub verbracht und rund um das Jahr 2020 damit begonnen, nach einem Immobilienprojekt für eine Ferienwohnung in Kroatien zu suchen.
In Frankfurt nimmt man das Thema sehr ernst. Der Hauptausschuss des Aufsichtsrats erfuhr von dem delikaten Deal erst jetzt. „Im Rahmen der folgenden Gespräche hat Markus Krösche den Sachverhalt umfassend, transparent und nachvollziehbar dargelegt und entsprechende Unterlagen offen und vollständig zur Verfügung gestellt“, teilt das Gremium in einer Stellungnahme mit.
Weiter heißt es: „Auf Grundlage der vorliegenden Informationen und der erfolgten Prüfung ergeben sich für den Hauptausschuss derzeit keine Anhaltspunkte, die weitergehende Maßnahmen erforderlich machen. Unabhängig davon bestand Einigkeit, dass eine frühzeitige Information an den damaligen Hauptausschuss über den Vorgang im Jahr 2022 im Sinne größtmöglicher Transparenz sinnvoll und angemessen gewesen wäre, um den Anschein möglicher Interessenkonflikte frühzeitig auszuräumen.“
Die Eintracht kommt nicht zur Ruhe, im Fokus steht abermals Markus Krösche. Der Sportvorstand kaufte 2022 ein Grundstück auf einer kroatischen Insel – involviert war die Ehefrau eines einflussreichen Beraters.
