Freiburger Auftakt: Wer dabei ist und wer fehlt 

Am Sonntagvormittag ist der SC Freiburg in die Vorbereitung gestartet. Wen Trainer Julian Schuster aus seinem Kader auf dem Platz begrüßen konnte, und wen aus welchen Gründen nicht.

Zugänge, Rückkehrer, Aufrücker und abwesende Profis

Das Foto von Cheftrainer und Neulingen ist ein Klassiker zu Beginn einer Profi-Vorbereitung. An diesem Sonntagvormittag versammelte Julian Schuster dazu in Freiburg fünf Profis. Neben dem SC-Chefcoach stellten sich zwei externe Sommerzugänge auf: der neue Stammkeeper Mio Backhaus (zwölf Millionen Euro Ablöse, Bremen) und Rihito Yamamoto (sieben Millionen Euro, St. Truiden).

Der Vorname des japanischen Mittelfeldspielers wird nach SC-Angaben übrigens „Lichto“ ausgesprochen. Eine solche auf den ersten Blick erstaunliche Abweichung vom geschriebenen Namen kennen sie in Freiburg seit Ritsu Doan, der mit „Litz“ angesprochen wird.

Vor Schuster, Backhaus und Yamamoto ging ein Trio nach vorn gebeugt leicht in die Hocke: Berkay Yilmaz, der Leih-Rückkehrer ist nach zwei guten Jahren beim 1. FC Nürnberg als Herausforderer auf der linken (defensiven) Außenbahn fest eingeplant, sowie die aus der U 23 fest in den Profi-Kader aufgerückten Karl Steinmann (Innenverteidigung) und Rouven Tarnutzer (Mittelfeld).

Vier Spieler stoßen später dazu

Der bisher dritte externe Sommerzugang Keisuke Goto (gesprochen „Keske“; zehn Millionen Euro Ablöse, Anderlecht, zuletzt nach St. Truiden verliehen) hat nach seiner WM-Teilnahme mit Japan noch etwas länger Urlaub und wird mit seinem Nationalteam-Kollegen Yuito Suzuki am 20. Juli ins Freiburger Training einsteigen.

Noch etwas länger frei haben Philipp Lienhart (Österreich) und Igor Matanovic (Kroatien), deren Länder noch in der WM-K.-o.-Runde mitmischten. Der Einstieg des Duos ist am Samstag, 25. Juli, im Trainingslager in Schruns (Österreich) geplant, das der SC bereits am 22. Juli bezieht.

Im Gegensatz zu Yilmaz, der bis 2024 nur im Freiburger Nachwuchs aufgelaufen war und jetzt seinen ersten Profivertrag beim SC unterschrieben hat, wurde Eren Dinkci nicht für das Neulinge-Foto berufen. Der Offensivspieler, der die Rückrunde leihweise in Heidenheim verbrachte, trainierte allerdings mit, während Florent Muslija (zuletzt Leihe nach Düsseldorf) fortan wieder in Freiburger Diensten abseits des Rasens seine Reha nach einem Kreuzbandriss fortsetzt.

Manzambi erwartet niemand mehr im Breisgau zurück

Ansonsten fehlten noch zwei weitere bekannte Gesichter im Europa-Park-Stadion, die wesentlich zur historisch erfolgreichen Saison 2025/26 beigetragen haben. Johan Manzambi ist erst in der Nacht auf Sonntag im WM-Viertelfinale mit der Schweiz dramatisch gegen Argentinien ausgeschieden.

Den Shootingstar, der die letzten beiden Spiele der Nati wegen einer Knieprellung verpasste, erwartet nach seinem WM-Urlaub aber niemand mehr im Breisgau zurück. Stattdessen dürfte bald sein Transfer zu Newcastle United für eine Rekordablöse von rund 60 Millionen Euro offiziell werden – sofern nichts mehr dazwischenkommt.

Atubolu trainiert abseits des öffentlichen Auflaufs

Auch Noah Atubolu strebt bekanntlich einen Sommertransfer an. Das SC-Eigengewächs war die letzten drei Saisons die Nummer 1 im Tor, hat aber noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Da es sicher vor allem für den gebürtigen Freiburger merkwürdig gewesen wäre, mit den bisherigen Kollegen und Nachfolger Backhaus vor den Fans einzulaufen und zu trainieren, während er mindestens gedanklich längst auf dem Absprung ist, absolvierte Atubolu abseits des öffentlichen Trainings ein individuelles Programm mit Torwarttrainer Michael Müller.

 Am Sonntagvormittag ist der SC Freiburg in die Vorbereitung gestartet. Wen Trainer Julian Schuster aus seinem Kader auf dem Platz begrüßen konnte, und wen aus welchen Gründen nicht. 

 

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