Der SV Werder Bremen lässt während des bereits laufenden Trainingslagers die Tornetze austauschen – nun sind sie grün-weiß.
Alvero nachgereist
Aus Bremens Trainingslager in Zell am Ziller berichtet Tim Lüddecke
Nicht nur Skelly Alvero ist noch am Dienstagabend ins Werder-Lager nachgereist – auch neue Tornetze haben den Weg verspätet ins Zillertal gefunden. Denn im örtlichen Parkstadion hingen bei den Einheiten am Montag und Dienstag blau-weiße Netze – die Vereinsfarben des örtlichen Klubs SK Zell am Ziller, der diese erst kürzlich installiert hatte. In den Jahren zuvor waren sie schlicht weiß.
Doch die Farbkombination blau-weiß sei nun mal „nicht ideal“, wie es aus Fankreisen im Zillertal heißt. Wohl in Anlehnung an den Nord-Rivalen Hamburger SV, wenngleich dessen zusätzliche Vereinsfarbe Schwarz streng genommen fehlt. Werder jedenfalls sorgte lieber vor und ließ die Netze austauschen.
Am Mittwochmorgen hingen grün-weiße Exemplare in den Toren, auch die Eckfahne (jetzt mit Werder-Logo) wurde im Parkstadion ausgewechselt. Dort sollen bis zum Ende des Trainingslagers ja noch zwei Testspiele ausgetragen werden. Am Mittwochabend (17.30 Uhr) trifft Werder auf den japanischen Klub Fagiano Okayama und am Samstag auf den VfL Bochum – mit den Vereinsfarben: blau-weiß …
Lynen kann im Zillertal nicht trainieren
Während die nachgereisten Tornetze eher ein emotionales Thema sind, ist die Trainings-Rückkehr von Alvero hingegen sportlich relevant. Durch den Ausfall von Senne Lynen mangelte es den Bremern bereits an einem zentralen Mittelfeldspieler im Trainingslager.
Coach Daniel Thioune kündigte schon zum Auftakt in Österreich an, dass der Belgier aufgrund von Problemen mit der Bauchmuskulatur bis zur Abreise am Sonntag nicht mehr ins Geschehen eingreifen wird: „Seine Verletzung ist so ausgeprägt, dass es nicht möglich ist. Wir haben überlegt, ob wir ihn überhaupt mitnehmen oder doch zu Hause lassen.“
Alvero steigt individuell ein
Mitgereist ist er dann trotzdem. „Senne ist sehr wichtig für uns“, erläuterte Thioune: „Deswegen ist es für die Gruppe gut, dass er dabei ist. Auch, weil wir viele Inhalte platzieren werden, die seine Position betreffen.“ Die Spielübungen am Dienstagnachmittag verfolgte er vom Spielfeldrand aus, auf einer Holzbank.
Alvero, der zuvor krankheitsbedingt hatte passen müssen, stieg am Mittwoch zunächst ins individuelle Training ein. Der 24-jährige Franzose bleibt indes ein Bremer Abgangskandidat.
Der SV Werder Bremen lässt während des bereits laufenden Trainingslagers die Tornetze austauschen – nun sind sie grün-weiß.
