Der Konkurrenzkampf im Bremer Angriff beginnt: Salim Musah nutzt die bisherige Vorbereitung für Eigenwerbung, Cedric Itten muss sich ab sofort einfinden – und was ist mit dem vorgesehenen Neuzugang?
Musahs Frühform, Itten steigt ein
Als Startspieler im Bremer Angriff hat er die abgelaufene Saison an den Spieltagen 33 und 34 beendet – und nun auch gute Karten, die neue Saison als solcher zu beginnen? Noch ist der Pflichtspielauftakt drei Wochen entfernt, doch Salim Musah zeigt sich wie schon während des ersten Werder-Trainingslagers im Zillertal in beachtlicher Frühform.
Beim 4:2-Testspielsieg in Cottbus erzielte der 20-Jährige den ersten Treffer selbst, den zweiten von Samuel Mbangula bereitete er mit einem Steckpass vor. Musah wirkt in der zentralen Position jedenfalls stets präsent, aktiv – und torgefährlich.
Was natürlich einerseits mit seiner stattlichen Statur von 1,98 Metern zusammenhängt, aber auch mit einer physischen Frische, an der der Angreifer in der Sommerpause gezielt gearbeitet hat. Während seines Urlaubs hat Musah Extraschichten am Osterdeich eingelegt – die scheinen sich nun weiter auszuzahlen.
Thioune über Musah: „Er ist da“
„Salim hat jetzt schon häufiger gezeigt, dass er da ist“, sagte Coach Daniel Thioune in Cottbus zu dessen nächster Bewerbung; schon beim 2:0 gegen Bochum hatte er getroffen. Nun liegt es auch an dem 52-Jährigen, ob er ihm die „Chance, die die Jungs nutzen müssen“, auch weiterhin zugesteht. Bereits gegen Ende der Vorsaison hatte der Trainer klare Zukunftssignale in Richtung Musah ausgesendet.
Andererseits ist die Startelffrage ja auch eine nach den Alternativen – und da steigt mit Cedric Itten erst am Dienstag Musahs neuer Konkurrent ins Mannschaftstraining ein. Der WM-Teilnehmer, der mit der Schweiz bis ins Viertelfinale vorgestoßen war und noch eine Woche länger urlaubte als das Bremer Österreich-WM-Trio, absolvierte am Wochenende die Leistungsdiagnostik.
Ittens Bewährung bei Werder
Der Neuzugang von Fortuna Düsseldorf geht somit sicherlich mit einem Rückstand, was die Eingewöhnung an Umfeld und Mannschaft betreffen dürfte, ins Rennen – muss sich erst einmal bewähren. Körperlich wiederum dürfte er „nicht so viel verloren haben“, wie es an der Weser heißt. Der Konkurrenzkampf im Werder-Angriff beginnt also – und soll ja auch noch durch einen weiteren Neuzugang befeuert werden.
Tomas Bobcek, zuletzt mit 20 Treffern Torschützenkönig in Polen für Lechia Danzig, ist in den Bremer Fokus gerückt – doch die kolportierten Forderungen des Ekstraklasa-Absteigers in Höhe einer mittleren bis höheren einstelligen Millionensumme würden einen finanziellen Kraftakt für Werder darstellen.
Bobcek: Ist Werder bereit, in Vorleistung zu gehen?
Der Bundesligist sei zwar handlungsfähig, aber ob man dennoch bereit ist, in Vorleistung zu gehen, ohne zuvor Einnahmen für Abgänge erzielt zu haben? Fraglich. Es würde dem Klub jedenfalls helfen, zunächst einzunehmen, um anschließend auszugeben.
Doch nach wie vor deutet sich kein zielführendes Angebot für Transferkandidat Nummer eins, Karim Coulibaly (der nun immerhin seinen Wechsel zur Agentur Roc Nation Sports vollzogen hat, die unter anderem Vinicius Junior und Yan Diomande vertritt), oder andere Profis an.
Und sollte es dabei bleiben, könnte es mit weiterer Bewegung im Werder-Sturm noch etwas dauern. Ebenfalls möglich, heißt es, sei dann letztlich auch die Verpflichtung eines Leihspielers. Aber vorerst verbleibt bis zum Saisonstart ja weiterhin einiges an Zeit …
Der Konkurrenzkampf im Bremer Angriff beginnt: Salim Musah nutzt die bisherige Vorbereitung für Eigenwerbung, Cedric Itten muss sich ab sofort einfinden – und was ist mit dem vorgesehenen Neuzugang?
