Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird am Samstag für Isac Lidberg ein Traum wahr: der erste Startelf-Einsatz in der Bundesliga. Der Schwede erntete Lob von Jan-Moritz Lichte und tritt als Kleindienst-Vertreter in große Fußstapfen.
Gladbach ohne Kleindienst
Mit Namen und einer möglichen Ausrichtung hielt sich Jan-Moritz Lichte vor seinem ersten und vorerst einzigen Spiel als Interimstrainer bewusst zurück. Schließlich wollte er Urs Fischer und Mainz 05 nicht zu viel verraten, die Ungewissheit für den Gegner möglichst groß lassen.
Zumindest ganz hinten, wo Moritz Nicolas die Nummer 1 bleibt, und ganz vorne, dürfte es jedoch keine Überraschungen geben. Kapitän und Mittelstürmer Tim Kleindienst fehlt nach seiner Gelb-Roten gegen Freiburg (0:5), Isac Lidberg steht bereit, um ihn zu ersetzen und erstmals in der Bundesliga von Anfang aufzulaufen.
„Wir versuchen, alles durchzudenken, und trotzdem ist es natürlich die logische Schlussfolgerung“, sagte Lichte mit Blick auf die voraussichtliche Startelf-Nominierung des Schweden. „Er hat es sich natürlich auch verdient und erarbeitet mit der Vorbereitung, die er gespielt hat und mit dem, was er hier schon angeboten hat.“
Bislang tut sich der Schwede schwer
Auch Vorgänger Eugen Polanski hatte den Sommer-Neuzugang für seine Vorbereitung gelobt und ihm die Chance im Pokal bei Schott Mainz (5:0) gegeben. Belohnen konnte Lidberg sich dort allerdings nicht, hatte Mühe und scheiterte spät am Pfosten. In seinen drei anschließenden Joker-Einsätzen in der Liga verzeichnete er lediglich einen Abschluss – und der kam nicht auf das Tor.
Nun ist der Mann, der für 3,5 Millionen Euro aus Darmstadt kam, also wieder von Beginn an gefragt. Die Blaupause für die optimale Kleindienst-Vertretung lieferte Haris Tabakovic in der Vorsaison, als dem 32-Jährigen wettbewerbsübergreifend 15 Treffer gelangen. Anschließend fuhr er mit Bosnien-Herzegowina zur WM und schloss sich RB Salzburg an.
„Solche Geschichten zeigen mal wieder, wie schnell sich im Fußball Dinge verändern können“, sagte Lidberg mit Blick auf seinen Vorgänger schon im Trainingslager, als der kicker ihn zum Interview traf. „Über eine lange Saison passiert sehr viel. Wer hart arbeitet und seine Chancen nutzt, kann weit kommen. Man muss immer bereit sein.“
Lidberg verspricht „immer 100 Prozent“
Genau das ist auch der persönliche Anspruch des dreimaligen Nationalspielers mit der für Stürmer ungewöhnlichen Nummer 3. „Ich bin ein Spielertyp, der immer 100 Prozent gibt und sehr viel für die Mannschaft arbeitet. Mit Ball und ohne Ball“, beschrieb er seinen eigenen Spielstil. „Ich mache viele Laufwege in die Tiefe, presse konsequent, versuche, der Mannschaft in möglichst vielen Bereichen zu helfen. Und natürlich möchte ich Tore erzielen.“
Harte Arbeit, Konsequenz, Tore, all das ging den Gladbachern beim Null-Punkte-Start über viele Phasen ab. Lichte soll am Samstag die Wende einleiten und die Stimmung in Mönchengladbach wieder aufhellen, bevor der neue Cheftrainer übernimmt. Ein Vorhaben, bei dem die Tor-Premiere von Lidberg sicherlich helfen würde.
Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird am Samstag für Isac Lidberg ein Traum wahr: der erste Startelf-Einsatz in der Bundesliga. Der Schwede erntete Lob von Jan-Moritz Lichte und tritt als Kleindienst-Vertreter in große Fußstapfen.
