Ansage aus Paderborn: „Wir wollen Geschichte schreiben“ 

Aufsteiger Paderborn startet in seine dritte Bundesliga-Mission – und diesmal soll es anders laufen als bislang. Die Verantwortlichen sprechen über Entwicklungspotenziale und wichtige Transfers.

Kettemann wünscht „X-Faktoren“

Nach den beiden Bundesliga-Aufstiegen in den Jahren 2014 und 2019 sind die Paderborner am Saisonende jeweils sofort wieder abgestiegen. Und so ist es kein Wunder, dass sich die Ostwestfalen für die Spielzeit 2026/27 ein klares Ziel gesteckt haben. „Wir wollen Geschichte schreiben“, sagte Sportchef Sebastian Lange am Samstag, als der SCP vor knapp 2000 Fans im Leichtathletikstadion des Paderborner Ahorn-Sportparks in die Vorbereitung auf seine dritte Erstliga-Serie startete.

Paderborns Geschäftsführer Sport hat also den Klassenerhalt im Visier. Für dieses ehrgeizige Vorhaben stehen Ralf Kettemann aktuell 31 Akteure zur Verfügung. Bei dieser Zahl wird es jedoch nicht bleiben. „Der Eindruck täuscht. Wir haben viele junge Akteure dabei, die am Ende in der U 21 spielen werden“, betonte Lange. Diese Vorhersage gilt für Georg Ermolaev, Travis de Jong und Lasse Eickel. Auch Martin Ens, Tristan Zobel und Marco Wörner, die aus Leihen zurückgekehrt sind, könnten erneut verliehen oder verkauft werden.

Gesucht: Einer, der „aus dem Nichts ein Tor“ macht

„In der Rückrunde der abgelaufenen Saison haben 21 Feldspieler und drei Torhüter den Stamm gebildet. Da ließ es sich sehr gut mit arbeiten“, gab Kettemann eine Richtung vor. „Wir sind in der Kaderplanung sehr weit. Das ist ein Faustpfand“, sagte der Aufstiegstrainer und machte gleichzeitig deutlich, dass „wir noch etwas verändern müssen.“

Das betrifft besonders die Offensive. „Es würde schon helfen, in der Bundesliga einen Spieler zu haben, der aus dem Nichts ein Tor machen kann. Wir brauchen ein paar X-Faktoren“, äußerte der Coach den Wunsch nach Verpflichtungen im Angriffsbereich. Diese Neuzugänge werden jedoch sicher noch auf sich warten lassen.

„Die wichtigen Transfers werden zu einem späteren Zeitpunkt kommen“, erklärte Thomas Sagel. Der SCP-Präsident gab der Mannschaft zudem einen erheblichen Vertrauensvorschuss. „Von allen 18 Erstligisten haben wir das größte Entwicklungspotenzial“, prognostizierte der Vereinschef sicher auch mit Blick auf die neun externen Neuzugänge.

Bislang nur Neuzugänge aus der 2. und 3. Liga

Nahuel Noll, Luka Duric, Nyamekye Awortwie-Grant, Jano ter Horst, Clemens Lippmann, Albert Millgramm, Oliver Batista Meier, Tom Baack und Timur Gayret, die allesamt aus der 2. und 3. Liga kommen, sollen die Vorhersage mit Leben füllen. Gayret fällt nach seinem noch im Trikot des SC Verl erlittenen Kreuzbandriss allerdings wohl bis zum Rückserienbeginn aus.

Neben dem Mittelfeldmann trainierte zum Auftakt auch Ruben Müller (Schnittwunde an der Fußsohle) nicht mit. Raphael Obermair ist nach seinem Achillessehnenanriss auf dem Weg der Besserung. Und soll als einer der älteren Akteure im Aufgebot mit vorangehen, wenn Geschichte gemacht wird.

 Aufsteiger Paderborn startet in seine dritte Bundesliga-Mission – und diesmal soll es anders laufen als bislang. Die Verantwortlichen sprechen über Entwicklungspotenziale und wichtige Transfers. 

 

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