Der Freiburger Traumstart mit sechs Siegen aus sechs Spielen und 22:4-Toren steht in Frankfurt auf der bisher härtesten Probe. Wegen des jüngsten Statements der Eintracht, vor allem aber der miesen Bilanz des SC in diesem Duell.
Nur ein Sieg in den jüngsten 13 Duellen
Die genauen Zahlen hatte Maximilian Eggestein nicht im Kopf, aber ein zutreffendes Gefühl. „Ich glaube, wir haben nicht so eine gute Serie in Frankfurt. Das wollen wir brechen“, sagte Freiburgs Mittelfeldanker schon direkt nach dem 5:0-Sieg gegen Gladbach mit Blick auf den Gegner an diesem Samstag.
„Frankfurt scheint auch zum richtigen Zeitpunkt wieder seine Form zu finden, deswegen ist es eine schwere Aufgabe. Aber auch da wollen wir was mitnehmen und dann gut in die Länderspielpause gehen“, so Eggestein weiter.
Der 3:1-Auswärtssieg in Mainz, das zuvor 5:0 beim HSV gewonnen hatte, war ein Ausrufezeichen der Eintracht und hat gleichzeitig einen Frankfurter Fehlstart verhindert. Am meisten zu denken sollte den so furios gestarteten Freiburgern aber tatsächlich die jüngste Bilanz gegen die Frankfurter geben – nicht nur die in Auswärtsspielen im Waldstadion.
Freiburger Negativserie seit acht Spielen
Der Sport-Club wartet seit acht Spielen auf einen Sieg gegen die Eintracht (vier Niederlagen, vier Remis). Der letzte Freiburger Dreier in diesem Duell war das 2:1 in Frankfurt am 29. Spieltag 2021/22. Es war zugleich der einzige SC-Erfolg in den letzten 13 Vergleichen mit den Hessen (6 Remis, 6 Niederlagen).
Besonders bitter in Freiburger Erinnerung: Die 1:3-Heimniederlage gegen die Eintracht am letzten Spieltag von Julian Schusters Premierensaison, als es im direkten Duell um die Königsklasse ging und der SC mit einem Sieg erstmals den höchsten europäischen Klubwettbewerb erreicht hätte.
Insgesamt hat der Sport-Club bei allen Erfolgen in den vergangenen Jahren in den Duellen mit Liga-Schwergewichten beziehungsweise Teams, die ein höheres Personalbudget haben, regelmäßig nicht gut ausgesehen und nur selten Punkte geholt.
Jetzt hat die Eintracht zwar eine komplizierte Saison hinter sich, war 2025/26 direkt hinter dem SC nur als Achter ins Ziel gekommen und ist daher entgegen ihren Ansprüchen diese Saison nicht im Europacup vertreten. Dennoch ist Frankfurt im eigenen Stadion der bisher härteste Prüfstein für die Traumstarter aus Freiburg. Bei allem Respekt vor den bisherigen Gegnern Motherwell in der Conference League, Drittligist Düsseldorf im Pokal sowie Bremen, Paderborn und Gladbach in der Liga.
„Auch letzte Saison waren beim Auftritt in Frankfurt Dinge dabei, die uns für die Aufgabe am Samstag helfen können.“ (Julian Schuster)
Trainer Julian Schuster tut sich mit Vergleichen schwer und erinnert an die aus seiner Sicht komplizierte Aufgabe bei Aufsteiger Paderborn, die der SC aufgrund einer schwächeren zweiten Hälfte auch nur knapp mit 1:0 gewann, warnt aber natürlich vor den vielen Qualitäten der Eintracht unter Trainer Adi Hütter, der aus Schusters Sicht eine „große Souveränität ausstrahle“.
Allgemein sagt Schuster zu den Vergleichen mit noch umsatzstärkeren Klubs: „Da nehmen wir Entwicklungen wahr, dass wir nicht nur zu Hause, sondern auch auswärts auch schon bessere Leistungen gezeigt haben. Auch letzte Saison waren beim Auftritt in Frankfurt Dinge dabei, die uns für die Aufgabe am Samstag helfen können.“ Letztlich stand jedoch ein mit Blick auf das Chancenverhältnis von 8:3 verdienter Frankfurter Heimsieg zu Buche. Das sollte sich diesmal aus SC-Sicht definitiv ändern, schließlich will das Schuster-Team idealerweise mal länger als bisher nur einen Spieltag an der Tabellenspitze bleiben.
Der Freiburger Traumstart mit sechs Siegen aus sechs Spielen und 22:4-Toren steht in Frankfurt auf der bisher härtesten Probe. Wegen des jüngsten Statements der Eintracht, vor allem aber der miesen Bilanz des SC in diesem Duell.
