„Außergewöhnliche Dynamik“: Frankfurt leiht Atubolu mit Kaufpflicht 

Noah Atubolu hat einen neuen Verein gefunden: Der 24-jährige Torhüter verlässt den SC Freiburg, um seine Karriere bei Eintracht Frankfurt fortzusetzen. Damit hat das lange Warten, wo die Reise hingeht, ein Ende.

Abgang vom Jugendverein Freiburg

Nach drei Jahren als Nummer 1 strebte Noah Atubolu schon länger einen Sommerwechsel an. Nun ist das Thema durch: Das Freiburger Eigengewächs wechselt auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt. Dort trifft er im Torwartteam vorerst auf Kaua Santos und Michael Zetterer, denen die SGE-Bosse die Rolle als Nummer 1 offensichtlich nicht zugetraut haben.

Am Mittwoch hatte der kicker darüber berichtet, dass Atubolu seinen Vertrag in Freiburg verlängert hat. Hintergrund der Vertragsverlängerung: Ohne weitere Verkäufe kann die Eintracht aktuell finanziell keine großen Sprünge machen. Deshalb entstand die Idee, den SC-Keeper per Kaufpflicht mit Leihgebühr zu leihen, um den Zeitpunkt eines möglichen festen Transfers nach hinten zu verschieben. Da Profis mit nur noch einem Jahr Vertragsrestlaufzeit nicht verliehen werden können, musste das Arbeitspapier des Torhüters in Freiburg zunächst verlängert werden. Da das nun geschehen ist, war der Weg für Atubolu nach Hessen frei.

Nach kicker-Informationen zahlt die Eintracht im ersten Schritt eine Leihgebühr in Höhe von einer Million Euro und bei einer wahrscheinlich zu erreichenden Bedingung greift im kommenden Sommer eine Kaufpflicht über 12,5 Millionen Euro. Nach diesem dann festen Transfer zum 1. Juli 2027 für insgesamt 13,5 Millionen Euro wurden zudem erfolgsabhängige Boni vereinbart, die das Gesamtvolumen des Deals in den Folgejahren auf knapp 16 Millionen Euro anwachsen lassen können.

„Noah ist ein aufstrebender junger Tormann im Dunstkreis der Nationalmannschaft. Ich finde, seine Dynamik ist schon außergewöhnlich“, sagte Trainer Adi Hütter am Donnerstag. „Auch mit dem Ball am Fuß ist er sehr, sehr ordentlich. Ich denke, es ist ein guter Schritt für ihn, von Freiburg hierher zu gehen, zur Eintracht, zu einem großen Verein. Wir werden natürlich versuchen, ihn weiterzuentwickeln, speziell unser Torwarttrainer Jan Zimmermann. Wir haben ihn als Nummer 1 geholt. Er hat viele Stärken, speziell auch auf der Linie. Er ist sehr, sehr schnell, kräftig und auch gut mit dem Fuß.“

Über zehn Jahre beim SC Freiburg

Atubolu war als 13-Jähriger vom Kooperationsverein Eintracht Freiburg zum Sport-Club gekommen. Zur Saison 2020/21 rückte er in die U 23 auf und feierte mit der zweiten Mannschaft als Stammtorhüter den Aufstieg in die 3. Liga. In der Regionalliga bestritt Atubolu 25 Spiele für die Freiburger, in der 3. Liga waren es deren 56. Anschließend schaffte der Keeper den Durchbruch bei den Profis, für die er 94 Bundesliga-Spiele, 26 Einsätze in der Europa League – inklusive Finale gegen Aston Villa – und fünf im DFB-Pokal absolvierte.

„Ich bin sehr froh, hier zu sein, und kann es kaum erwarten, bei Eintracht Frankfurt loszulegen. Ich kenne die Stadt, den Klub und das Stadion und habe die Spiele hier immer als etwas Besonderes erlebt“, sagte Atubolu. Freiburgs Vorstand Jochen Saier erklärte: „Wir haben sehr komplizierte Wochen und Monate hinter uns. Die unabhängig von der weiteren Entwicklung erfolgte Vertragsverlängerung ist das Ergebnis einer vor allem in den letzten Tagen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Noah selbst, die uns in die Position des Handelns gebracht hat. Mit dem Transfermodell zu Eintracht Frankfurt haben wir eine für uns zufriedenstellende Lösung gefunden.“

Einen Nachfolger auf der Torwart-Position haben die Freiburger bereits Ende Mai verpflichtet: Vom Liga-Konkurrenten Werder Bremen wurde Mio Backhaus in den Breisgau gelotst. Der 22-Jährige war dem Europa-League-Finalisten eine neue Rekordablöse wert.

Worauf Atubolu bei seiner Vertragsverlängerung verzichtet hat und was ihm im Worst Case gedroht hätte – die Details zum Transfer lest ihr hier: Goldener Ausweg mit Verzicht: Die Details von Atubolus Frankfurt-Transfer (k+)

 Noah Atubolu hat einen neuen Verein gefunden: Der 24-jährige Torhüter verlässt den SC Freiburg, um seine Karriere bei Eintracht Frankfurt fortzusetzen. Damit hat das lange Warten, wo die Reise hingeht, ein Ende. 

 

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