Kurz vor Transferschluss bahnt sich bei der TSG Hoffenheim noch ein lange erwarteter Abgang an. Nach kicker-Informationen steht Dennis Geiger vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Nijmegen, der wie die TSG am Nachmittag auf die Europa-League-Auslosung blickt.
Wechsel in die Niederlande steht bevor
Es zog sich lange hin, hatte sich aber längst abgezeichnet: Dennis Geiger steht vor seinem endgültigen Abschied aus Hoffenheim. Der schon seit längerer Zeit auf dem Abstellgleis geparkte Mittelfeldspieler steht unmittelbar vor einem Transfer zu NEC Nijmegen und befindet sich nach kicker-Informationen bereits auf dem Weg in die Niederlande.
Dort schließt sich Geiger einer auch international vertretenen Mannschaft an, die noch diese Woche um den Einzug in die Champions League kämpfte, aber an Bodö/Glimt (1:3/0:3) gescheitert war. Nun tritt die von Dick Schreuder trainierte Mannschaft in der Europa League an und könnte dabei auch auf Hoffenheim treffen – ausgelost wird am Freitagnachmittag ab 13 Uhr. Dem Vernehmen nach unterzeichnet der 28-Jährige, dessen gut dotierter Kontrakt im Kraichgau im kommenden Sommer ausgelaufen wäre, beim letztjährigen Tabellendritten der Eredivisie einen Zweijahresvertrag.
Dick Schreuder ist in Hoffenheim kein Unbekannter. Der frühere Co-Trainer assistierte bei der TSG seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Alfred, als der 2019/20 im Kraichgau das Sagen hatte und Chefcoach Julkian Nagelsdmann nachgefolgt war. Zuletzt hatte der Niederländer Bundestrainer Nagelsmann auch bei der WM assistiert. Hoffenheim hatte sich diesem Sommer vorübergehend auch für Nijmegens Mittelfeldspieler Kodai Sano, den Bruder des Mainzers Kaishu Sano, interessiert, sich stattdessen aber für den jungen Belgier Nathan De Cat entschieden.
Langes Kapitel mit Höhen und Tiefen
Damit findet ein für Hoffenheim wie für Geiger enorm langes Kapitel mit Höhen und Tiefen ein im Grunde unangemessenes und unwürdiges Finale. Mehr als sein halbes Leben hat der 28-Jährige bei der TSG verbracht, bereits 2009 war das Talent aus dem nahe gelegenen Mosbach in die Hoffenheimer Nachwuchsakademie gewechselt und galt lange als das Schulbeispiel des von der TSG angestrebten Weges.
Bereits vor neun Jahren hatte sich Geiger unter Nagelsmann bei den Profis durchgesetzt und war parallel auch zum Kapitän der deutschen U-21-Nationalmannschaft aufgestiegen. Doch eine schwere Oberschenkelverletzung hatte den aggressiven Sechser lange ausgebremst und weit zurückgeworfen. Immer wieder verhinderten Blessuren eine kontinuierliche Weiterentwicklung.
Als sich Geiger wieder gefangen hatte, stand der Umworbene im Sommer 2023 kurz vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt, verlängerte dann aber doch seinen auslaufenden Vertrag bei der TSG erneut. In der kritischen Spielzeit 2024/25, als Hoffenheim beinahe abgestiegen wäre, hatte Geiger immerhin noch einmal 20 Liga-, zwei Pokal- und drei Europa-League-Spiele absolviert, ehe er im Zuge des radikalen Umbruches nach insgesamt 147 Pflichtspielen (sechs Tore) für seinen Stammverein aussortiert worden war.
Nach einem halben Jahr war Geiger im vergangenen Winter zum FC Aberdeen nach Schottland verliehen worden. Nun also endet endgültig seine Zeit bei der TSG mit seinem ersten Wechsel im Profifußball überhaupt.
Kurz vor Transferschluss bahnt sich bei der TSG Hoffenheim noch ein lange erwarteter Abgang an. Nach kicker-Informationen steht Dennis Geiger vor einem Wechsel zum niederländischen Erstligisten Nijmegen, der wie die TSG am Nachmittag auf die Europa-League-Auslosung blickt.
