Eine Hälfte durfte Giannis Konstantelias bei seinem Debüt im Supercup für Borussia Dortmund wirbeln – und gab dabei direkt ein ganz großes Versprechen ab.
Vier Debütanten beim BVB
In diesen drei, vier Ballkontakten nur wenige Minuten nach Wiederbeginn steckte so viel: Wie Giannis Konstantelias einen hohen Pass mit der Sohle annahm, direkt gegen zwei Münchner ins Dribbling ging und einen Freistoß in gefährlicher Position herausholte, das weckte Fantasie. Und wie ausgehungert das Dortmunder Publikum nach solchen vermeintlich kleinen Aktionen mit großer Wirkung ist, zeigten die Reaktionen.
Der Hunger nach Fußball-Magie
Sobald Konstantelias oder sein ebenfalls neu gekommener Landsmann Konstantinos Karetsas am Ball waren, stieg die Dezibel-Anzahl im natürlich ausverkauften Stadion deutlich, weil diese Qualität unbekümmerter Fußball-Magie seit dem Abgang von Vereins-Legende Marco Reus beim BVB etwas verloren gegangen war. Die Versprechen, die beide Griechen in ihren ersten Minuten und Spielen für die Schwarz-Gelben abgegeben haben, sind groß.
„Alle vier haben gezeigt, warum wir sie verpflichtet haben“, lobte Trainer Niko Kovac auch Debütant Joey Veerman und Joane Gadou, um dann noch näher auf Konstantelias einzugehen. „Giannis hat es richtig gut gemacht“, lautete das Fazit samt beeindruckter Begründung: „Das Tor, das er vorbereitet, ist schon hohe Schule. Nach innen ziehen, einen über den Schlappen rüberziehen auf Daniel (Svensson, Anm. d. Red.), das war schon sehr gut.“ Einen Scorerpunkt sammelte der Grieche zwar noch nicht, seine Ablage auf den Außenverteidiger war bei Fabio Silvas Treffer aber fast wichtiger als die folgende Vorarbeit und der Abschluss des Portugiesen.
Kurze Anlaufzeit, richtig Schwung
Erst am Freitag hatte der 23-Jährige seine erste Einheit mit der Mannschaft absolviert, zuvor war er nach Medizincheck und Unterschriften am vergangenen Sonntag wegen privater Angelegenheiten noch ein paar Tage zurück nach Thessaloniki gereist. Große Anlaufzeit als Joker allerdings benötigte er offenbar nicht. „Delias“, befand Ole Book und benutzte dabei direkt den Spitznamen des Griechen, „hat das heute wirklich gut gemacht“. Der Neue habe „richtig Schwung gebracht, hat Tempo gezeigt, Dribbling und das Tor eingeleitet“, resümierte der Sportdirektor: „Das war mit Sicherheit ein guter Impuls, den wir auch gebraucht haben.“
Ein Impuls, der sehr wahrscheinlich schon beim Liga-Auftakt am kommenden Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den Hamburger SV von Beginn an wirbeln darf. Auch wenn Kovac in Kovac-Manier mahnt, man sehe auch bei Konstantelias, „dass wir noch viel arbeiten können und auch werden“, ist der ehemalige PAOK-Profi körperlich weiter als Karetsas, dem sein Coach derzeit nur rund 60 Minuten zutraut. Auf Sicht allerdings sollen die beiden Freunde, die schon in der griechischen Nationalmannschaft harmonierten, auch beim BVB für gemeinsame Glanzpunkte sorgen.
Eine Hälfte durfte Giannis Konstantelias bei seinem Debüt im Supercup für Borussia Dortmund wirbeln – und gab dabei direkt ein ganz großes Versprechen ab.
