Bayer hofft auf Iraola – und wappnet sich mit Filipe Luis 

Entscheidet sich Andoni Iraola für Crystal Palace? Bayer 04 Leverkusen hofft weiterhin auf den Spanier, bereitet aber auch eine Alternative vor – und verhandelt mit Filipe Luis.

Wer wird der Hjulmand-Nachfolger?

Als am Mittwoch die Nachricht hereinplatzte, wonach Filipe Luis zum Top-Favoriten auf die Nachfolge von Trainer Kasper Hjulmand bei Bayer 04 aufgestiegen sei, sorgte das bei manchen für Verblüffung. Filipe Luis – plötzlich Top-Kandidat? Dass Verhandlungen mit dem Brasilianer laufen, wie Sky zuerst berichtete, deckt sich mit kicker-Informationen. Andoni Iraola, der Bournemouth jetzt verlassen wird, war indes am Mittwochmittag nach wie vor im Rennen. Mehr noch: Leverkusen hofft sogar weiterhin auf den 43-jährigen Spanier.

In der Premier League leistete er in den vergangenen drei Jahren hervorragende Arbeit, sorgte für mehrere Punkterekorde – und schlitterte in dieser Spielzeit nur knapp an der erstmaligen Champions-League-Qualifikation vorbei. Dabei stand sein Team – wie zuvor schon seine Auswahl bei Rayo Vallecano – für einen schwer verwechselbaren Stil. Hohes, intensives Pressing, hohe Vorwärtsgeschwindigkeit – so ließ Iraola erfolgreich gegen die vermeintlich kleinen und die unbestritten großen Klubs der Liga agieren. Und entwickelte sich damit zu einem der spannendsten Premier-League-Trainer.

Bayer wartet weiter auf Iraolas Entscheidung

Logisch also, dass sich nach seinem selbstgewählten Ende in Bournemouth nun mehrere Klubs um ihn bemühen oder bemühten. Der AC Mailand sagte er nach kicker-Informationen inzwischen ab; Crystal Palace, das einen Nachfolger für Oliver Glasner sucht, ist jedoch nach wie vor hoch im Kurs. Und womöglich sogar der Favorit auf die Verpflichtung von Iraola, der nun überlegen muss: Will er in London und in der extrem attraktiven Premier League bleiben – und künftig zudem mit mehr Geld an seinem Team arbeiten als zuletzt?

Eine Entscheidung wird zeitnah erwartet, und weil Bayer davon ausgehen muss, dass Iraolas letztlich Crystal Palace zusagen könnte und nicht dem Wechsel nach Deutschland zustimmt, wappnet sich der Klub mit Filipe Luis, der bis März 2026 Flamengo trainierte und in den vergangenen Tagen eher als Außenseiterkandidat galt. Die UEFA-Pro-Lizenz fehlt ihm noch, zudem hat er bisher keine Trainererfahrung auf der europäischen Bühne gesammelt. Zwei Punkte, die gegen den 40-Jährigen sprechen, aber offenkundig nicht allzu schwer wiegen für die Bayer-Verantwortlichen – zumal der Ex-Profi von Atletico Madrid und des FC Chelsea auch einige Argumente auf seiner Seite hat.

Filipe Luis passt zum Leverkusener Stil

Mit seiner hochinteressanten Spielphilosophie, in der das sehr hohe Pressing, das flexible Ballbesitzspiel und die Dominanz eine große Rolle einnehmen, passt er zum Bayer-Stil. Er weiß Mannschaften zu emotionalisieren, was Hjulmand in den vergangenen Monaten nicht nachgesagt wurde. Und er wird schon länger sehr geschätzt von Geschäftsführer Simon Rolfes und Co. Rolfes wollte Filipe Luis bereits als Spieler nach Leverkusen holen – und traf sich mit ihm im Sommer 2025 während des Bayer-Trainingslagers in Rio de Janeiro.

Wird Filipe Luis nun neuer Bayer-Trainer? Es dürfte nicht zuletzt daran hängen, wie sich Iraola schlussendlich entscheidet. Dass der Werksklub eine Alternative konkret vorbereitet, ist nur professionell.

 Entscheidet sich Andoni Iraola für Crystal Palace? Bayer 04 Leverkusen hofft weiterhin auf den Spanier, bereitet aber auch eine Alternative vor – und verhandelt mit Filipe Luis. 

 

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