Eine Halbzeit lang war Mainz 05 drauf und dran, den Bayern die zweite Niederlage in der laufenden Bundesliga-Saison zuzufügen. Nach dem 3:4 wirkten auch Phillipp Mwene und Paul Nebel frustriert.
An der Effizienz gescheitert
„Die Bayern sind nicht unser Gradmesser“, sagte Phillipp Mwene. Was die Situation allerdings ein bisschen beschönigte. Natürlich wechselte der Rekordmeister im Laufe der zweiten Halbzeit Weltklassespieler wie Michael Olise, Harry Kane und Jamal Musiala ein, sodass der Mainzer 0:3-Vorsprung dahinschmolz. Im Endeffekt scheiterten die Hausherren aber an der großen Effizienz des Rekordmeisters und der eigenen mangelnden Chancenverwertung.
Sowohl der xG-Wert von 2,69 zu 2,21 als auch die Zahl der Torabschlüsse von 21 zu 11 sprachen für die Rheinhessen. „Ich weiß nicht, ob es in dieser Bundesliga-Saison gegen Bayern schon eine solche Statistik gegeben hat. Wir haben uns von der Wucht in der zweiten Halbzeit den Schneid ein bisschen abkaufen lassen. Es ist sehr schade, dass wir mit leeren Händen dastehen“, bedauerte Sportdirektor Niko Bungert.
Mit einem Sieg hätten die Mainzer den vorzeitigen Klassenerhalt endgültig perfekt gemacht. Die nächste Chance dazu besteht am kommenden Sonntag beim FC St. Pauli, der derzeit Drittletzter der Tabelle ist und acht Punkte weniger hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mainz noch auf den Relegationsplatz abrutscht, ist also extrem gering.
„Wir haben den Betrieb fast ein bisschen eingestellt“, kritisierte FSV-Trainer Urs Fischer mit Blick auf die zweite Halbzeit. Um Olise auf der rechten Seite des FC Bayern in den Griff zu bekommen, tauschten Paul Nebel und Nadiem Amiri ihre Positionen. Doch auch der nun Mwene zur Seite gestellte Nebel konnte den Kunstschuss von Olise zum zwischenzeitlichen 2:3 nicht unterbinden.
Amiri: „…dann wird es schwierig“
„Wir sind zu passiv geworden“, rekapitulierte Mwene. Es wurde zunehmend schwieriger, im Mainzer Team Anspielstationen zu finden. „Es ist enttäuschend, dass wir die Führung nicht über die Runden gebracht haben.“ Nebel ergänzte: „Wenn man gegen Bayern in einen Negativstrudel gerät, dann wird es schwierig.“
Durch die 0:2-Niederlage von St. Pauli in Heidenheim blieb der Vorsprung auf den Relegationsplatz zwar bestehen, aber dass Mainz den ersten Matchball zum Klassenverbleib trotz einer 3:0-Halbzeitführung vergeben hat, ist aus Sicht von Nebel „doppelt bitter“.
Eine Halbzeit lang war Mainz 05 drauf und dran, den Bayern die zweite Niederlage in der laufenden Bundesliga-Saison zuzufügen. Nach dem 3:4 wirkten auch Phillipp Mwene und Paul Nebel frustriert.
