Trotz jüngster Gerüchte um Real Madrid macht sich der VfB Stuttgart keine Sorgen um Trainer Sebastian Hoeneß. Das bekräftigte Fabian Wohlgemuth am Sonntag – und stellte eine selbstbewusste Gegenfrage.
Wohlgemuth-Interview kurios unterbrochen
Muss der VfB Stuttgart um den Verbleib von Sebastian Hoeneß fürchten? Zumindest dürften jüngste Spekulationen, wonach angeblich sogar Real Madrid den Erfolgstrainer beobachtet, nicht die letzten gewesen sein. Fabian Wohlgemuth sieht die Thematik aber demonstrativ gelassen.
„Davon habe ich gelesen“, sagte der VfB-Sportvorstand am Sonntag kurz vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen am DAZN-Mikrofon. „Und ich glaube auch, dass Real Madrid seinen Staff sehr professionell aussucht. Allerdings kann ich sagen, dass wir zusammen noch viel vorhaben – unabhängig von Real Madrid.“
Und das gelte auch umgekehrt: „Ich erlebe Sebastian ja in seiner täglichen Arbeit. Wir kommunizieren viel, wir planen viel zusammen. Wenn es da Anzeichen gäbe, wäre er so offen, um direkt an uns heranzutreten.“
„So eine unglaubliche Atmosphäre gibt es nicht mal in Madrid“
Vor dem Einzug ins DFB-Pokal-Finale am Donnerstag hatte schon Hoeneß die Gerüchte heruntergespielt („Das bewegt mich jetzt nicht so sehr“). Und auch Wohlgemuth betonte mit Blick auf Real, das sich nach einer enttäuschenden Saison wohl schon wieder von Alvaro Arbeloa trennen wird: „An mich ist keiner herangetreten.“
Doch könnte der VfB Hoeneß trotz eines noch bis 2028 gültigen Vertrags eine Offerte aus Madrid überhaupt verwehren? „Warum nicht?“, fragte Wohlgemuth selbstbewusst zurück. „Was er am VfB Stuttgart hat, weiß er. Wenn ich hier nur mal ins Stadion gucke: So eine unglaubliche Atmosphäre gibt es nicht mal in Madrid. Von daher ist er hier sehr gut aufgehoben.“
Auch mit den Erfolgen der vergangenen Jahre kann der VfB wuchern, zuletzt hatte Kapitän Atakan Karazor sogar vorsichtig davon gesprochen, in den kommenden Jahren den FC Bayern herauszufordern. „Der Anspruch steigt von Jahr zu Jahr, wenn man Erfolge feiert. Auch in diesem Jahr haben wir unsere Ziele wieder übererfüllt. Dennoch bleiben wir bescheiden“, ließ sich Wohlgemuth diesbezüglich nichts entlocken. „Jetzt schauen wir erst mal, was diese Saison bringt.“
„Mit allen Mitteln“ will der VfB in die Champions League und dann die Bayern im DFB-Pokal-Finale ärgern. „Man hat gestern gesehen, dass man auch gegen den FC Bayern mit 3:0 führen kann. Also glaube ich, dass wir auch in einem Pokalfinale nicht chancenlos sind“, erklärte Wohlgemuth, der zu diesem Zeitpunkt bereits einen durchnässten Anzug trug: Weil der Rasensprenger im Stuttgarter Stadion plötzlich angesprungen war, hatten er und DAZN-Moderatorin Laura Wontorra ihr Interview kurz unterbrechen müssen.
Trotz jüngster Gerüchte um Real Madrid macht sich der VfB Stuttgart keine Sorgen um Trainer Sebastian Hoeneß. Das bekräftigte Fabian Wohlgemuth am Sonntag – und stellte eine selbstbewusste Gegenfrage.
