Mit 32 Jahren zur Bundesliga-Premiere: „Da musst du deinen Mann stehen“ 

Union zeigte in Leipzig beim 1:3 eine schwache Vorstellung. Ein Lichtblick war Keeper Klaus, der in Halbzeit eins für Rönnow ins Tor musste.

Unions Keeper Klaus feiert Debüt

Carl Klaus ist als dritter Torhüter bei Union Berlin in die Saison gegangen. Nun, wenige Spieltage vor Ultimo, feierte der 32-Jährige beim 1:3 in Leipzig am Freitagabend seine Bundesliga-Premiere. Er musste ran, weil sich Stammkeeper Frederik Rönnow bei einem Abschlag verletzt und Vertreter Matheo Raab sich vor kurzem einen Handbruch zugezogen hatte. „Er hat so laut geschrien. Es war klar, dass ich dann reinkommen würde“, sagte der Debütant über Rönnow und packte nur wenige Minuten später gleich eine hervorragende Parade aus.

Der gebürtige Stuttgarter zeigte eine rundum ordentliche Leistung, sorgte mit einem weiteren Reflex dafür, dass Union Berlin am Ende nicht noch höher die Heimreise antrat. „Ich wollte ein sicheres Spiel zeigten, keine wilden Aktionen machen. Das war mir wichtig, aus persönlicher Sicht bin ich mit meinem Spiel zufrieden“, erzählte Klaus, der zuvor noch kein Spiel im deutschen Oberhaus bestritten hatte.

Union verteidigt ungewohnt hoch

„Das Adrenalin trägt dich dann erstmal bis zur Pause. In der Kabine realisierst du dann das erste Mal, dass du in der Bundesliga zum ersten Mal im Tor stehst. Da musst du dann deinen Mann auch stehen“, so der Torwart weiter. An ihm lag es nicht, dass die Eisernen einen schwache Darbietung in Sachsen boten. Viel mehr an seinen Mitspielern, die insbesondere in der ersten Halbzeit nur hinterherliefen.

Ein wenig fragwürdig war die taktische Herangehensweise, weil die Mannschaft – anders als sonst – insgesamt hoch verteidigte. Und das gegen ein Team, das von dem Tempo auf den Außenbahnen lebt. So hatte oftmals bei den Umschaltsituationen leichtes Spiel. „Damit wollten wir Leipzig zu Fehlern zwingen, den Ball damit hoch gewinnen. Das ist uns aber nicht immer gelungen“, gab Torschütze Danilho Doekhi zu. Viel mehr haben die Köpenicker auf diese Weise die beiden Gegentreffer in Durchgang eins kassiert.

Keine Torchancen im ersten Abschnitt

Hinzu kam bis zur Halbzeit ein xGoals-Wert von 0,00. „Wir brauchen mehr Überzeugung und Mut beim Spiel mit dem Ball“, bemängelte Intertimstrainerin Marie-Louise Eta. „Wir waren oftmals zu hektisch, haben den Ball zu schnell hergeschenkt. Dann brauchen wir auch Spieler, die sich in die Positionen bringen und nachschieben.“

Aufgrund der aktuellen Verfassung gibt es wenig Grund zur Hoffnung, dass in den verbleibenden Partien noch Punkte dazukommen. Dennoch bleiben die Verantwortlichen weiter positiv und strahlen Optimismus sowie Ruhe aus. So auch Klaus: „Wir spielen noch zwei Mal an der Alten Försterei. Wir sind noch vorne, haben einen Vorsprung. Auch wenn der zuletzt ordentlich geschmolzen ist. Also haben wir es noch in der eigenen Hand.“

Wenn das Polster nicht noch weiter schrumpfen soll, muss aber dringend eine Steigerung her – vor allem in der Vorwärtsbewegung. Und das im Idealfall gleich am kommenden Spieltag gegen den direkten Konkurrenten Köln. Ob Rönnow dann wieder mitwirken kann, ist noch fraglich. „Da müssen wir abwarten. Ich kann dazu noch nichts genaueres sagen“, sagte Eta. Es war lediglich zu sehen, dass sich der Däne nach dem Abschlag an die Leiste gepackt hatte und nach dem Spiel leicht durch die Katakomben humpelte.

 Union zeigte in Leipzig beim 1:3 eine schwache Vorstellung. Ein Lichtblick war Keeper Klaus, der in Halbzeit eins für Rönnow ins Tor musste. 

 

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