Der Stürmer hat bei den Young Boys geknipst, wurde aber nicht fest verpflichtet. Nun wagt er mal wieder einen Neuanfang in der Bundesliga.
Bern ließ den Torjäger gehen
Ein Rückblick: Nach der Hinrunde hatte Unions Leihgabe Chris Bedia die interne Torschützenliste in der Schweizer Super League noch mit zwölf Treffern angeführt. Doch quasi mit Beginn der Rückserie spielte der Stürmer bei den Young Boys unter Trainer Gerardo Seoane nahezu keine Rolle mehr, da Winterneuzugang Samuel Essende als Angreifer Nummer 1 regelmäßig aufgeboten wurde.
Das führte in Bern vor allem bei den Anhängern zu großem Unverständnis, weil der ehemalige Augsburger in den folgenden Spielen nicht unbedingt zu überzeugen wusste, aber trotzdem weiterhin den Vorzug vor Bedia erhielt. Weil Seoane nur einen Stürmer aufstellte, saß der Torjäger regelmäßig draußen und durfte sich lediglich als Joker beweisen. Das Ende vom Lied: Bern verpasste mit Platz 6 in der Endabrechnung die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb und zog aus finanziellen Gründen nicht die Kaufoption für Bedia. Diese wurde nach kicker-Informationen sogar noch von 2,5 auf 1,5 Millionen heruntergehandelt.
Bei Union bis dato blass geblieben
So kehrt der 30-Jährige Ende Juni nach Berlin zurück, wo er bislang nicht groß auf sich aufmerksam machen konnte. Für die Eisernen stand er bis dato zumeist nicht mal im Kader, erzielte in sieben Partien nur einen Treffer. Auch deswegen wurde er zunächst an Hull City und danach eben an die Young Boys verliehen. Doch nun geht es für den Mann von der Elfenbeinküste zurück auf Anfang. Und diesmal kommt Bedia aufgrund seiner starken Torausbeute vermutlich mit einer großen Portion Selbstvertrauen zurück.
Hinzu kommt, dass ab sofort mit Mauro Lustrinelli ein Schweizer die Köpenicker trainiert, der vorher beim FC Thun in der Super League an der Seitenlinie stand. Der 50-Jährige dürfte sich noch bestens an den Mittelstürmer erinnern, schließlich hatte er in vier Aufeinandertreffen in der abgelaufenen Saison gleich dreimal gegen den neuen Schweizer Überraschungsmeister getroffen. Ob die Chancen, mehr Spielminuten zu bekommen, für den 1,92 Meter großen Stürmer nun besser stehen als zuletzt in Bern?
Große Konkurrenz im Angriff
Zumindest hat Lustrinelli in Thun nahezu die gesamte Saison über zwei Stürmer aufgestellt. Sollte er das 4-4-2-System bei Union Berlin beibehalten, würde zumindest rein von der Formation her die Chance steigen, dass Bedia wieder mehr auf Einsätze kommt. Allerdings ist die Konkurrenz enorm: Denn neben Bedia stehen mit Dmytro Bogdanov, Tim Skarke, Oliver Burke, Andrej Ilic, Ilyas Ansah und Marin Ljubicic sechs weitere Angreifer im Aufgebot, die diese Position bekleiden können.
Der Stürmer hat bei den Young Boys geknipst, wurde aber nicht fest verpflichtet. Nun wagt er mal wieder einen Neuanfang in der Bundesliga.
