Dieser Tage ist von einem erneuten Hoffenheimer Anlauf im Buhlen um Werder-Profi Jens Stage auszugehen – der Poker geht also in die nächste Runde.
Neues TSG-Angebot zu erwarten
Hoffenheim will Jens Stage und Stage will nach Hoffenheim – deshalb ist in dieser Woche auch von einem zweiten Angebot für den von der TSG anvisierten Transfer des dänischen Nationalspielers vom SV Werder Bremen in den Kraichgau auszugehen.
Doch damit es auch dazu kommt, müsste die erste Offerte schon deutlich verbessert werden, heißt es. Der Vorsitzende der Werder-Geschäftsführung Klaus Filbry hatte das Ausgangsgebot im kicker-Interview zuletzt auch öffentlich als „nicht marktgerecht“ bezeichnet.
Dabei soll es sich um eine Fixablösesumme von acht Millionen Euro gehandelt haben, plus Bonuszahlungen (etwa eine Million Euro). „Mit dem Angebot müssen wir uns nicht weiter beschäftigen“, sagte Filbry vor zehn Tagen.
Ergibt sich „etwas Besseres“ für Stage?
Dem Vernehmen nach stellt sich Werder eher das Doppelte der bisher gebotenen Summe vor. Angesichts des noch bis 2028 laufenden Vertrags kann der Klub zumindest theoretisch aus einer Position der Stärke agieren. Wie praktikabel dieses Vorgehen dann sein wird, bleibt abzuwarten.
Stage würde dem Ruf aus Hoffenheim gern folgen, wo er europäisch spielen – und auch seine Ambitionen in der dänischen Nationalmannschaft sicherlich besser verfolgen könnte. Für den aktuellen Lehrgang wurde der 29-Jährige erstmals seit Oktober 2024 wieder berufen, steht gegen die Demokratische Republik Kongo und die Ukraine womöglich vor seinen Länderspielen drei und vier.
In einer Medienrunde in Dänemark hat er zudem auch öffentlich über den „Plan“ gesprochen, sich mit attraktiveren Alternativen zu Werder zu befassen – auszuloten, ob sich „etwas Besseres ergibt“.
Stage, der Werder-Schlüsselspieler
Es ist davon auszugehen, dass der Druck durch die Spielerseite nun also erhöht wird, damit der Wechsel über die Bühne geht – und doch müssen auch die Werder-Verantwortlichen damit umgehen. Lassen sie den Dänen unter Wert ziehen, ist ihnen weitere Kritik aus dem Umfeld sicher; davon setzte es zum Saisonabschluss bereits einiges.
Und dann ist da noch die Frage, wie man für einen Ersatz des zum absoluten Schlüsselspieler auserkorenen Stage sorgen will. Der Mittelfeldspieler bringt nicht nur eine unverzichtbare Physis ins Bremer Spiel ein, sondern auch eine ganze Menge Scorerpunkte – die beiden jüngsten Bundesliga-Spielzeiten beendete er als bester Werder-Torschütze (jeweils zehn Treffer).
Keine definierte Schmerzgrenze
Die Überlegungen an der Weser umfassen dabei auch die Möglichkeit, zwei Spieler als Stage-Nachfolger zu verpflichten, die diese Voraussetzungen verkörpern – weil ein Profi, der beides vereint, nun mal kostspielig wäre. Eine definierte Schmerzgrenze für einen Stage-Abgang besteht nicht.
Nur: Ist man in Hoffenheim dazu bereit, das bisherige Angebot derart aufzustocken? Oder war dieser Start nur Teil des Pokers? In Bremen bezweifelt man, dass die finanziellen Erwartungen für einen Transfer nach Hoffenheim erfüllt werden. Trotzdem bleibt die Frage: Wie hart bleibt Werder bei Stage wirklich?
Dieser Tage ist von einem erneuten Hoffenheimer Anlauf im Buhlen um Werder-Profi Jens Stage auszugehen – der Poker geht also in die nächste Runde.
