Der FC Bayern hat seine Neuzugänge früh präsentiert, braucht aber noch Abgänge. Drei Spieler haben in München keine Zukunft.
Wie geht es weiter mit Joao Palhinha und Co.?
Drei Wochen sind inzwischen vergangen, seit das Transferfenster in Europa offiziell geöffnet ist, Geld fließt seitdem hin und her. Sogar beim FC Bayern, der ein paar Talente und Ladenhüter wie Alexander Nübel (Besiktas) loswurde und selbst rund 100 Millionen Euro für Ismael Saibari (Eindhoven) und Nathaniel Brown (Frankfurt) in die Hand nahm.
Genauso viel investiert hat zum jetzigen Zeitpunkt auch Aston Villa, allein 60 Millionen Euro wanderten für Johan Manzambi an den SC Freiburg. Und trotzdem steht der Europa-League-Sieger bei einem Plus von rund 120 Millionen Euro. Klingt absurd, aber ist halt die Premier League.
Die Villans und Trainer Unai Emery müssen gerade irgendwie versuchen, den Verlust zweier Leistungsträger zu verkraften. Erst zog es Mittelfeldanker Youri Tielemans für festgeschriebene 41 Millionen Euro zu Manchester United, dann wechselte Englands WM-Fahrer Morgan Rogers für rund 140 Millionen Euro zum FC Chelsea, für den Geld bekanntermaßen nicht die allergrößte Rolle spielt.
Profitieren vom Rekorddeal (Rogers ist jetzt der teuerste englische Fußballer überhaupt) könnte unter anderem der FC Bayern. Villa braucht Verstärkung im Mittelfeld und hat dem Vernehmen nach ein Auge auf Joao Palhinha geworfen, den die Bayern sogar sehr gerne loswerden würden.
Der Portugiese, 2023 erstmals angetanzt und ein Jahr später für 50 Millionen Euro vom FC Fulham verpflichtet, spielt in den Planungen von Trainer Vincent Kompany keine Rolle. Der Staubsauger-Spielertyp findet beim deutschen Double-Sieger keinen Platz, entsprechend verbrachte Palhinha die vergangene Saison leihweise bei den Tottenham Hotspur, die er mit seinem 1:0-Siegtreffer am letzten Spieltag gegen Everton vor dem Abstieg bewahrte.
Palhinhas Spurs-Bilanz lässt sich sehen: Schlägt Villa zu?
Trotzdem versuchten die Spurs anschließend, die für 26 Millionen Euro vereinbarte Kaufoption zu drücken. Der FC Bayern willigte nicht ein, und Palhinha meldete sich entsprechend am Montag zurück an der Säbener Straße. Genauso übrigens wie Sacha Boey und Bryan Zaragoza, die ebenfalls dringend verkauft werden sollen.
Anders als der robuste Palhinha, der für Tottenham immerhin satte 45 Pflichtspiele absolvierte und sogar sieben Tore erzielte, konnten Boey (bei Galatasaray) und Zaragoza (bei Celta und in Rom) jedoch nicht wirklich für sich werben. Entsprechend schwierig dürfte es für Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund werden, halbwegs akzeptable Ablösen für das rund 45 Millionen Euro teure Duo zu generieren.
Über das nötige Kleingeld verfügt Aston Villa nun allemal. Und wenn es nach Eberl und Co. geht, landet ein Teil der Rogers- und Tielemans-Millionen bald beim FC Bayern.
Der FC Bayern hat seine Neuzugänge früh präsentiert, braucht aber noch Abgänge. Drei Spieler haben in München keine Zukunft.
