Bayer 04 war sich mit Alejandro Grimaldo über eine Vertragsverlängerung bis 2029 mündlich einig. Daran, dass der Spanier, der jetzt zu Atletico Madrid wechselte, nicht unterschrieb, hatten die Königlichen von Real Madrid entscheidenden Anteil.
Mündliche Einigung platzte
Vieles im Leben ist nur eine Sache des passenden Timings. Dies musste Bayer 04 im Juni im Fall von Alejandro Grimaldo feststellen, dessen Wechsel zu Atletico Madrid in dieser Woche über die Bühne ging. Denn hätten sich die Colchoneros nicht bei Leverkusens spanischen WM-Teilnehmer gemeldet, hätte der Bundesligist einen Coup mit dem 30-jährigen Linksverteidiger landen können.
So hatte sich Bayer 04 mit Grimaldo, der noch bis Sommer 2027 an den Werksklub gebunden war, über eine Vertragsverlängerung bis 2029 geeinigt. „Es ist richtig, dass wir uns mündlich mit Grima auf eine vorzeitige Verlängerung seines Vertrags um zwei weitere Jahre verständigt hatten. Dass der Spieler dazu bereit war, zeigt seine große Wertschätzung unserem Verein gegenüber. Das Angebot von Atletico hat unseren Plan leider durchkreuzt“, erklärte Leverkusens Geschäftsführer Simon Rolfes gegenüber der Bild-Zeitung.
Da Real dem Stadtrivalen Cucurella wegschnappte, scheiterte Bayers Plan
Wenn man so möchte, verlängerte Grimaldo als nur nicht bei Bayer 04, weil Real Madrid seinem Lokalrivalen in der Personalie Marc Cucurella zuvorgekommen war. Denn der spanische WM-Teilnehmer war das erste Objekt der Atletico-Begierde gewesen. Doch bevor die Rojiblancos sich mit dem damaligen Profi des FC Chelsea final einig wurden, funkte Real dazwischen und sicherte sich die Dienste Cucurellas für eine Ablösesumme in Höhe von 55 Millionen Euro.
Ärgerlich für Bayer 04, das mit Grimaldo so seinen besten Spieler der vergangenen Saison verlor, der sich mit seinem ersten Engagement in La Liga nach eigenen Worten „einen Lebenstraum“ erfüllte. „Wir wussten schon vor Alejandros Transfer 2023 von Benfica zu uns, dass er sich eines Tages den Wunsch vom Wechsel in die erste spanische Liga erfüllen wollte. Dem wollten wir jetzt nicht im Wege stehen“, sagte Rolfes, „ich glaube, dass alle Parteien mit dem Abschluss sehr zufrieden sein können.“
Allerdings stellen 22 Millionen Euro Ablöse, die durch Boni noch bis auf 25 Millionen Euro ansteigen können, einen guten Deal dar, wenn man bedeckt, dass Grimaldo im September 31 Jahre alt wird und nur noch ein Jahr vertraglich an Bayer 04 gebunden war. Doch klar ist auch, dass der Werksklub lieber noch drei Jahre auf Grimaldos Spielkünste zurückgegriffen hätte, statt die Atletico-Millionen einzustreichen.
Bayer 04 war sich mit Alejandro Grimaldo über eine Vertragsverlängerung bis 2029 mündlich einig. Daran, dass der Spanier, der jetzt zu Atletico Madrid wechselte, nicht unterschrieb, hatten die Königlichen von Real Madrid entscheidenden Anteil.
