Geht es mit ihm weiter – oder ohne ihn? Die Frage um Trainer René Wagner beschäftigt derzeit alle beim 1. FC Köln. Und bleibt wohl noch ein paar Tage offen.
Kölns Trainer muss sich beweisen
Vor der 1:3-Niederlage gegen Heidenheim ließ René Wagner aufhorchen. „Ich gehe mal davon aus, dass wir ab morgen mehr wissen werden“, sagte der Trainer des 1. FC Köln. Und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem noch niemand irgendetwas bezüglich Wagners Zukunft wusste. Der 37-Jährige war ja Ende März vom Co-Trainer zum Chef befördert worden. Mit der klaren Ansage seitens des Sport-Geschäftsführers Thomas Kessler, am Saisonende über die Zukunft zu beraten.
Nach dem Heidenheim-Spiel wusste dann aber weder Wagner noch irgendjemand mehr als vorher. Auch, weil Kessler seinen Coach schnell einfing. „Da habe ich vielleicht selbst ein wenig spekuliert“, gab Wagner nun unumwunden zu und machte deutlich: „Aktuell habe ich noch nichts gehört.“
Ein guter Auftritt in München würde helfen
Am Samstag steht zum Saisonabschluss ja noch eine Partie an, bei der sich der Aufsteiger einmal gut verkaufen will. Beim FC Bayern will der FC mehr sein als nur Begleiterscheinung der Meisterfeier. „Danach spekuliere ich vielleicht wieder“, sagte Wagner und betonte, seine Zukunft bald klären zu wollen. „Ich hoffe, dass aus der Spekulation ein Feedback wird. Inhaltlich bekomme ich das jeden Tag, aber was die Zukunft angeht, noch nicht.“
Ein ansprechender Auftritt in München würde da nach dem enttäuschenden 1:3 sicherlich helfen. Die Einstellung wollte Wagner seinen Spielern nach dieser Niederlage nicht absprechen, aber: „Es ging weniger um den Charakter, sondern den absoluten Fokus. Die Jungs wollten, haben aber die eine oder andere Entscheidung nicht gut getroffen. Das muss besser werden.“
Auch die Rolle rückwärts ist denkbar
Tom Krauß wird wegen anhaltender Knieprobleme nicht mithelfen können, es in der Allianz-Arena besser zu machen. Für ihn rutscht der zuletzt gelbgesperrte Eric Martel zurück auf die Doppelsechs, außerdem wohl wieder Jahmai Simpson-Pusey in die Defensive. Den jungen Engländer hatte Wagner gegen Heidenheim aus dem Kader gestrichen, nachdem er ein Anschwitzen verpasst hatte. „Jahmai war bislang pünktlich“, sagte Wagner milde. Der 20-Jährige darf sich Hoffnungen machen auf einen Startelfeinsatz.
Und darf Wagner nun auf eine Zukunft als Cheftrainer beim FC hoffen? Nach dem vergangenen Wochenende hing der Haussegen in Köln jedenfalls ziemlich schief. „Logischerweise war es nicht so, dass ich durch die Stadt getragen worden bin“, sagt er über die Kritik an seiner Person. Und schließt auch nicht aus, wieder in seine Co-Trainer-Rolle zurückzukehren: „Denkbar ist erst mal alles.“
Geht es mit ihm weiter – oder ohne ihn? Die Frage um Trainer René Wagner beschäftigt derzeit alle beim 1. FC Köln. Und bleibt wohl noch ein paar Tage offen.
