Mika Baur ist weg, Laurin Ulrich da. Die Transferbewegungen beim SC Paderborn gehen aber noch munter weiter – sogar in Richtung eines möglichen Königstransfers aus Kroatien.
Vidovic und Alfa-Ruprecht im Gespräch
Nicht mehr überraschend kam in der vergangenen Woche die Vollzugsmeldung. Für zunächst rund 5,3 Millionen Euro plus mögliche Boni wechselt Mika Baur vom SC Paderborn 07 zu Celtic Glasgow. Beim schottischen Meister unterschrieb der 22-Jährige einen Vertrag bis 2030.
Beim ersten Auftritt nach Baurs Abgang rückte im zweiten Teil des sonntäglichen Doppel-Testspielsieges gegen den 1. FC Köln (3:2 und 4:3 in zweimal 90 Minuten) ein möglicher Nachfolger direkt nach seinem Medizincheck und noch ohne Training mit den neuen Kollegen auf die freie Position: Laurin Ulrich, den der SCP07 als Leihgabe in Stuttgart loseiste. Für den 21-Jährigen, dessen Stärken wie bei Baur zentral offensiv liegen, werden 600.000 Euro Gebühren fällig. „Ein dribbelstarker Spieler, ein Stratege im Mittelfeld. Er kann auch weiter vorne spielen“, freut sich Sportchef Sebastian Lange, „wir kennen ihn aus den direkten Duellen mit Magdeburg“. An den einstigen Zweitliga-Konkurrenten hatte der VfB Ulrich in der vergangenen Saison bereits ausgeliehen.
Lange hält sich bei Vidovic noch bedeckt
Die Einkaufstour der Ostwestfalen geht derweil weiter – sogar in Richtung eines „Königstransfers“? Am Wochenende verdichteten sich Anzeichen auf einen Wechsel von Gabriel Vidovic nach Paderborn. „Wir werden sehen, was noch passiert“, hielt sich Lange bedeckt, blieb im Allgemeinen und stellte trotz der steigenden Notwendigkeit, aus dem gut gefüllten Kader auch noch Spieler der zweiten Reihe abzugeben, fest: „Es ist schon unser Wunsch, noch weiter zu verpflichten. Bis auf das Tor und die Außenbahnen kann das in allen Mannschaftsteilen möglich sein.“
Ein Transfer des 22-Jährigen will gut überlegt sein. Für den bevorzugt über links außen torgefährlichen Spieler von Dinamo Zagreb müssten die Ostwestfalen die neue vereinsinterne Rekordablöse von rund drei Millionen Euro investieren. In Paderborn waren bisher Nick Proschwitz (kam 2011 aus Luzern) und Kevin Stöger (2015 vom VfB Stuttgart) mit jeweils einer Million Euro die teuersten Einkäufe.
Vidovic – ein deutsches Talent mit kroatischen Wurzeln. Geboren in Augsburg, kickte er zunächst in der Jugend des FCA, wechselte von dort schon mit zwölf Jahren in die U 17 des FC Bayern, wo er sich Schritt für Schritt für eine Profikarriere empfahl. 2022/23 holte er sich als Leihgabe bei Vitesse Arnheim in der niederländischen Eredivisie erste Erfahrungen. Nach acht Bundesliga-Einsätzen für die Münchner sowie einem weiteren als Leihgabe für Mainz ging es nach Zagreb, wo nach den Spielen für die kroatischen Juniorenauswahlen weitere internationale Einsätze in der Conference- und Europa League hinzukamen.
Deutlich eine Nummer kleiner als Vidovic fiele alternativ ein Deal mit Farid Alfa-Ruprecht (20) aus, den Bayer Leverkusen gerne zwecks Spielpraxis auf hohem Niveau verleihen möchte. Der Deutsch-Ghanaer, vorige Saison für Bochum in der 2. Liga unterwegs, könnte rechts auf dem Flügel zu einem Pendant für Deniz Zeitler (Leihgabe aus Hoffenheim) werden, der, ebenfalls gegen Köln, ein ansprechendes Debüt gab.
Mika Baur ist weg, Laurin Ulrich da. Die Transferbewegungen beim SC Paderborn gehen aber noch munter weiter – sogar in Richtung eines möglichen Königstransfers aus Kroatien.
