Stimmungsmäßig hat Urs Fischer bei der Mannschaft von Mainz 05 nichts zu bemängeln. Was ihn stört, ist die Zahl der Ausfälle und die Debatte über eine angeblich unfaire Spielweise.
Häufige Personalwechsel in Mainz
Eigentlich wollte Urs Fischer gar nicht mehr über die Vorwürfe vonseiten des Hamburger SV sprechen. Die Diskussion hatte HSV-Spieler Miro Muheim losgetreten, indem er nach dem 1:1 Mainz 05 als „Tretertruppe“ bezeichnete. Dann tat es Fischer aber doch: „Wir definieren uns auch über das physische Element. Wir versuchen, darüber in die Zweikämpfe zu kommen. Aber ich habe eine einfache Statistik. Wenn es um die Anzahl der Fouls geht, steht der HSV an dritter Stelle und wir an sechster. Mehr muss ich dazu nicht sagen.“ Laut den DFL-Zahlen hat der HSV im bisherigen Saisonverlauf 263 Fouls am Gegner begangen, die Mainzer 255.
Aus Sicht von Fischer „gibt es wichtigere Dinge“. Damit meint er unter anderem, dass sein Team erst zweimal nacheinander in der gleichen Besetzung in ein Spiel starten konnte, da es immer wieder zu Sperren, Verletzungen und Erkrankungen kam. Auch beim Gastspiel bei Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 LIVE! bei kicker) ist wieder mit Personalveränderungen zu rechnen. Nach abgesessener Gelbsperre wird wohl Kapitän Silvan Widmer anstelle von Phillipp Mwene beginnen. Nikolas Veratschnig, der zuletzt von der Bank kam, hat sich zudem krank abgemeldet. Die häufig notwendigen Wechsel seien hinderlich, „wenn es um Abläufe und um Automatismen geht“.
„Wir haben eine gute Mischung aus Anspannung und einer gewissen Lockerheit.“ (URS FISCHER)
Auf Gefallen stößt bei Fischer hingegen die teaminterne Stimmung. „Wir haben eine gute Mischung aus Anspannung und einer gewissen Lockerheit.“ Diese habe zu Beginn seiner Amtszeit Mitte Dezember aufgrund der dramatischen Situation noch gefehlt. In den vergangenen Wochen habe sich die Stimmung aufgrund der Leistungen und Resultate aufgehellt. Die Spieler seien bei der täglichen Trainingsarbeit „nicht zu euphorisch, aber auch nicht zu Tode betrübt“, was genau nach Fischers Geschmack ist: „So bleibt man wach.“
Stimmungsmäßig hat Urs Fischer bei der Mannschaft von Mainz 05 nichts zu bemängeln. Was ihn stört, ist die Zahl der Ausfälle und die Debatte über eine angeblich unfaire Spielweise.
