Stromausfall in der Pause – und nach dem Ausgleich: Hoeneß hadert mit der Auftaktpleite 

Der VfB Stuttgart ist zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison beim FC Bayern am Ende unter die Räder gekommen. Sebastian Hoeneß zeigte sich kritisch mit der eigenen Leistung – und mit der des Schiedsrichters.

VfB-Coach kritisiert auch den Schiedsrichter

Das Eröffnungsspiel in München war vielversprechend gestartet für den VfB, der die ersten drei Abschlüsse verzeichnet hatte, dann aber plötzlich doch zurücklag. „Die ersten 20 Minuten waren sehr positiv und dann gehen wir mit einer Standardsituation in Rückstand. Das ist sehr ärgerlich“, bilanzierte nach dem Abpfiff auch Sebastian Hoeneß bei Sky.

„In den entscheidenden Momenten“ seien die Münchner aus seiner Sicht „da gewesen“, wenngleich Hoeneß‘ Team kurz nach dem Wiederanpfiff „ein bisschen aus dem Nichts“ den Ausgleich erzielt hatte. „Dann hast du genau das, was du möchtest. Du möchtest das Spiel offen halten, so lange wie möglich.“ Doch genau das sollte den Stuttgartern völlig misslingen – der Anfang vom Ende …

Binnen zwei Minuten kassierte der VfB das zweite und dritte Gegentor – nur aufgrund einer hauchzarten Abseitsstellung von Michael Olise war es elf Minuten nach Josha Vagnomans 1:1 nicht bereits 1:4 gestanden. „Die Bayern werden auch noch viele andere Mannschaften hier schlagen und wahrscheinlich sogar höher als uns. Trotzdem müssen wir den Anspruch haben, die eine oder andere Situation besser auszuspielen“, so Hoeneß.

Der 44-Jährige, der mit seinen Schützlingen während der Halbzeitpause in der Allianz-Arena eine Zeit ohne Strom auskommen musste, legte noch nach: „Am Ende ist nach sechs Minuten das Spiel weg. Das muss man einfach so sagen: Das ist sehr ärgerlich. Wir müssen uns verbessern, keine Frage.“

Hoeneß „nicht so happy“ mit Referee Storks

Dass Stuttgart dieses Auftaktspiel ab der 55. Minute vollends aus der Hand geglitten war, wollte Hoeneß übrigens nicht am Stromausfall zur Pause festmachen: „Es war noch hell genug. Wir haben uns gesehen, wir sind nicht gestolpert, war alles in Ordnung“, blickte er auf den technischen Aussetzer in der Kabine zurück.

Konkreter wurde der 44-Jährige indes bei der Bewertung der Schiedsrichterleistung, mit der er „nicht so happy“ zeigte – ausdrücklich ebenso wenig wie mit der eigenen Vorstellung. Schon zur Pause hatte Hoeneß den Austausch mit Sören Storks gesucht, der aus seiner Sicht zuvor fälschlicherweise ein Foulspiel von Michael Olise an Ramon Hendriks nicht geahndet hatte. „Kurz danach gab’s noch eine Ecke, die ganz klar keine Ecke war“, ergänzte Hoeneß.

Mit Storks‘ „eher lockerer“ Linie – so die Worte des Unparteiischen im persönlichen Dialog – hatte sich der Trainer auch im zweiten Durchgang nicht anfreunden können. Vor zwei Münchner Toren habe er sich bei „50:50-Situationen“ benachteiligt gefühlt.

Das nächste Freitagabendspiel wartet

Wie mehrfach in seiner Analyse eingeschoben, wollte Hoeneß den Auftritt des Referees abschließend natürlich nicht als Hauptfaktor für die siebte Niederlage in Folge gegen den FCB stehen lassen. „An ihm lag’s nicht“, betonte der VfB-Coach zum Ende noch einmal.

Vielmehr geht es für die Stuttgarter nun darum, die richtigen Schlüsse aus dem 1:5 in der Allianz-Arena zu ziehen. Zumindest auf die ersten 20 Minuten lässt sich gegen Köln im nächsten Freitagabendspiel (20.30 Uhr) aufbauen.

 Der VfB Stuttgart ist zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison beim FC Bayern am Ende unter die Räder gekommen. Sebastian Hoeneß zeigte sich kritisch mit der eigenen Leistung – und mit der des Schiedsrichters. 

 

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