Stiller: Plötzlich auch „Aggressive Leader“ 

Rechtzeitig zum Saisonfinale scheint Angelo Stiller eine eher schwächere Phase überwunden zu haben. Der Regisseur legt dabei zuletzt ungeahnte Qualitäten an den Tag.

Sonderlob von Hoeneß

Es war eine Aktion des puren Willens, als Angelo Stiller am 33. Spieltag in den Zweikampf mit Exequiel Palacios ging. Der Regisseur des VfB Stuttgart „erpresste“ sich den Ball mit einer doch wild-ungestümen Aktion. Die zwar zunächst im Nichts mündete und bei der Stiller Glück hatte, vom Unparteiischen Robert Schröder nicht zurückgepfiffen zu werden. Einen Befreiungsschlag und eine Hereingabe später aber stand der Strafstoß für Ermedin Demirovic, der den Grundstein für das so wichtige 3:1 gegen Bayer Leverkusen bildete.

Auch Tapsobas harte Aktion bremste den Stuttgarter nicht

Auffällig: In jenem vorgezogenen Finale um die Champions League, das dem VfB am letzten Spieltag bei Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr, LIVE bei kicker) alle Trümpfe in die Hand gibt, fungierte Stiller nicht nur wie üblich als Regisseur, sondern auch als „Aggressive Leader“. Was Sebastian Hoeneß ein Sonderlob abverlangte. Der Trainer pochte bei der anschließenden Pressekonferenz auf eine Erwähnung des 25-Jährigen sowie von Abwehrboss Jeff Chabot: „Ich würde gerne noch Jeff und Ange nennen.“ Hoeneß geht mit proaktivem, öffentlichem Individuallob generell doch sehr dosiert vor, insofern ist das durchaus eine Erwähnung wert.

Und das Handeln des Coaches ist durchaus nachvollziehbar, ließ sich Stiller doch auch von einem heftigen Treffer nach einer – regeltechnisch sauberen – Klärungsaktion Edmond Tabsobas nicht aus dem Tritt bringen. Satte 13 Zweikämpfe führte er gegen Bayer, davon gewann er 77 Prozent. Nicht immer kommt der Linksfüßer so gut in die Duelle mit dem Gegner, beim 3:3 in Hoffenheim zuletzt beispielsweise standen nur zwei Zweikämpfe zu Buche. Das ist durchaus ein relevanter Faktor für Stillers Spiel. In den vergangenen Wochen war der gebürtige Münchner eben nicht immer so prägend, lamentierte das ein oder andere Mal etwas zu sehr, haderte nach Foulspielen gegen sich oder blieb gar liegen. Gegen Leverkusen war das kaum zu sehen.

Erinnerungen an das Saisonfinale 2024/25 mit dem Pokal als Coup

Stillers neue Härte, könnte man auch sagen. Das erinnert ans Saisonfinale 2024/25, als er sich gegen den FC Augsburg eine Bänderverletzung zuzog und unter Tränen ausgewechselt werden musste. Der Traum vom DFB-Pokalfinale drohte zu platzen, doch Stiller tat alles, um fit zu werden und belohnte sich selbst mit einem starken Auftritt in Berlin gegen Arminia Bielefeld und am Ende dem Pokal. Gegen eine Wiederholung dieses Coups gegen seinen Ausbildungsklub FC Bayern hätte der Techniker mutmaßlich nichts einzuwenden.

 Rechtzeitig zum Saisonfinale scheint Angelo Stiller eine eher schwächere Phase überwunden zu haben. Der Regisseur legt dabei zuletzt ungeahnte Qualitäten an den Tag. 

 

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