Dass Christoph Spcher nicht als Nachfolger von Sportvorstand Markus Krösche zu Eintracht Frankfurt zurückkehren wird, hatte sich bereits abgezeichnet. Nun verkündete der Schweizer zwar seinen Abschied vom BSC Young Boys, allerdings erst im kommenden Sommer nach über einem Jahrzehnt in der sportlichen Führung des Klubs.
Kein Wechsel nach Frankfurt
Am Mittwoch war es bereits durchgesickert, nun ist es offiziell: Christoph Spycher wird nicht die Nachfolge von Markus Krösche als Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt antreten. Am Donnerstagvormittag veröffentlichte der BSC Young Boys eine Mitteilung, in der der 48-Jährige zwar seinen Abschied vom Schweizer Klub verkündete, diesen allerdings erst im kommenden Sommer vollziehen wird.
Spycher war nach seinem Karriereende 2014 zunächst in den Trainerstab der Young Boys gewechselt, ehe er 2016 zunächst zum Sportdirektor und 2022 dann zum Sportvorstand des Berner Klubs aufgestiegen war. In Absprache mit Eigentümer Jöggi Rihs und Präsident Marcel Brülhart habe er nun entschieden, diese Funktion nach der Sommertransferperiode 2027 abzugeben.
Spycher peilt „Standortbestimmung“ im Sommer an
„Es ist ein Entscheid, der mir sehr schwergefallen ist. Aber nach rund elf Jahren an der Spitze der sportlichen Leitung wird es ein guter Zeitpunkt sein, um loszulassen, zumal YB strukturell sehr gut unterwegs und finanziell kerngesund ist und eine in diesem Geschäft ungewöhnliche Stabilität und Kontinuität auf strategischer und operativer Ebene aufweist“, lässt sich Spycher zitieren. „Ich möchte nach Ablauf meiner operativen Tätigkeit bei YB eine Standortbestimmung vornehmen, um herauszufinden, wie meine berufliche Zukunft aussehen soll.“
„Aus heutiger Sicht ist für mich klar, dass ich die laufende Saison voller Elan und Ehrgeiz in meiner jetzigen Funktion beenden werde und sowohl das Transfergeschehen im kommenden Winter zusammen mit Mathieu Beda (Technischer Direktor, Anm. d. Red.) gestalten als auch jenes im Sommer 2027 begleiten werde“, so Spycher, der stets betont habe, „nicht bis zu Pensionierung“ in Bern arbeiten zu werden. Er wird jedoch als Minderheits-Aktionär im Verwaltungsrat des Klubs bleiben.
Frankfurter Suche spitzt sich zu
Bei der Eintracht galt der Ex-Profi und ehemalige SGE-Kapitän Spycher (zwischen 2005 und 2010 bei den Hessen, 149 Pflichtspiele) als einer der Top-Kandidaten auf die Nachfolge von Krösche, der Mitte Oktober einen Tag vor der Mitgliederversammlung auf eigenen Wunsch freigestellt wurde. Der Frankfurter Vorstandsvorsitzende hatte erst am Samstag vor dem Spiel bei Borussia Dortmund bestätigt, dass es bei der SGE einen „Kreis von drei Kandidaten“ gibt und „relativ schnell“ eine Entscheidung fallen werde.
Nach Spychers definitiver Absage werden weiterhin insbesondere der gebürtige Aschaffenburger Marcel Schäfer von RB Leipzig sowie Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg, der aus Frankfurt stammt und Anfang des Jahrtausends viele Jahre als Nachwuchstrainer bei der SGE tätig war, heiß gehandelt. Vielleicht taucht aber auch noch ein Mister X auf.
Dass Christoph Spcher nicht als Nachfolger von Sportvorstand Markus Krösche zu Eintracht Frankfurt zurückkehren wird, hatte sich bereits abgezeichnet. Nun verkündete der Schweizer zwar seinen Abschied vom BSC Young Boys, allerdings erst im kommenden Sommer nach über einem Jahrzehnt in der sportlichen Führung des Klubs.
