Schuster über Gregoritsch: „Wahnsinnstyp und geradeheraus“ 

Gleich drei Augsburger Spieler haben eine längere Freiburger Vergangenheit. SC-Coach Schuster freut sich aufs Wiedersehen.

SC trifft in Augsburg auf ehemalige Freiburger

Beim Auswärtsspiel in Augsburg am Samstag (LIVE! bei kicker ab 15.30 Uhr) könnten dem SC Freiburg in der Startelf gleich drei Spieler gegenüberstehen, die eine Freiburger Vergangenheit haben: Yannik Keitel, Robin Fellhauer und Michael Gregoritsch. Während sich der beim Sport-Club ausgebildete Keitel – auch wegen vieler Verletzungen – nicht dauerhaft durchsetzen konnte, und Fellhauer für die zweite Mannschaft gespielt hat, hatte Gregoritsch im Breisgau einer seiner erfolgreichsten Zeiten. Von 2022 bis 2025 stand er bei den Freiburgern unter Vertrag und erzielte 30 Tore in 107 Spielen.

Aber nicht nur deshalb haben ihn der SC und Cheftrainer Julian Schuster in bester Erinnerung. „Es ist immer wieder schön, ihn aus der Ferne zu beobachten oder ihn persönlich zu treffen“, sagte Schuster, „ein Wahnsinnstyp, ein toller Charakter – es hat mir als Trainer viel Freude bereitet, mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Der österreichische Nationalspieler sei „gerade heraus und spricht Dinge an“, er sei auch „sehr feinfühlig“ und „offen, Dinge anzunehmen und Situationen zu akzeptieren“. Der SC-Coach bezeichnet die Zeit mit dem Stürmer als „sehr lehrreich“ für ihn selbst. „Es hat mir in meiner persönlichen Entwicklung als junger Trainer geholfen, diese Rückmeldungen zu bekommen.“

Schuster freut der Erfolg ehemaliger SC-Profis

Dass Gregoritsch kürzlich Rekordtorschütze der Augsburger geworden ist, hat ihn nicht überrascht. Weil seine Abschlüsse „sehr gefährlich sind“ und er zudem „die Qualität hat, an der richtigen Stelle zu stehen“, wie Schuster erklärte. Grundsätzlich freut er sich darüber, wenn „Jungs, die bei uns waren, sich in anderen Vereinen finden, stabilisieren und Leistung abrufen – auch wenn das gegen uns nicht zwingend der Fall sein muss“, wie er schmunzelnd hinzufügte.

Das gilt auch für Fellhauer, der beim Sport-Club in den Juniorenmannschaften und dem Regionalliga-Team gespielt hat, und erst über Elversberg und Augsburg den Sprung in die Bundesliga geschafft hat. „Auch wenn wir dafür stehen, dass viele Jungs bei uns den Durchbruch schaffen, ist es utopisch, dass es mit allen gelingt. Umso erfreulicher, wenn es andere Wege gibt – manchmal ist es der Zwischenschritt über eine andere Liga wie bei Robin.“ Und Mittelfeldspieler Keitel wird wohl gegen seinen Heimatverein als Verteidiger gefragt sein, eine Rolle, die er auch schon mal in Freiburg übernommen hat, als in der letzten Kette Personalnot herrschte.

Den Saisonstart der Augsburger fand Schuster „beachtlich“, noch besser lief es allerdings für den Sport-Club. Zuletzt hat er aber zweimal in Folge in der Liga verloren, in Leverkusen und gegen die Bayern, was auch „an der Qualität des Gegners“ gelegen hat, wie der SC-Trainer betonte. „Für mich wichtig, dass wir die erste Phase richtig einstufen konnten, und jetzt auch diese Phase richtig bewerten können“, so Schuster. „Es geht um den richtigen Mix, das Selbstbewusstsein aus den ersten Wochen mitzunehmen und jetzt in gleicher Weise die Schärfe zu bekommen.“

Das Selbstbewusstsein wurde auf jeden Fall schon wieder aufpoliert, durch den 3:2-Last-Minute-Sieg im DFB-Pokal gegen Wolfsburg am Mittwochabend.

 Gleich drei Augsburger Spieler haben eine längere Freiburger Vergangenheit. SC-Coach Schuster freut sich aufs Wiedersehen. 

 

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