Drei Wochen Pause im Anschluss an die WM waren am Ende dann doch reichlich für Gideon Mensah. Zumal ein hartnäckiger Infekt beim Ghanaer auch noch lediglich reduziertes Programm für die vergangenen drei Tage erlaubte. In Kitzbühel sprach der Zugang über die anstehende Aufgabe in Köln.
Kölns Zugang für links hinten
Aus Kölns Trainingslager in Kitzbühel berichtet Frank Lußem
Seit Dienstag ist Gideon Mensah in Kitzbühel, seit Mittwoch arbeitet der Zugang vom AJ Auxerre teilweise mit dem Team, was die Laune des 28-Jährigen – der englisch, portugiesisch, französisch und aus seiner Zeit bei RB Salzburg auch noch deutsch spricht – spürbar hob.
„Ich bin froh, wieder am Ball zu sein“, so der Linksverteidiger, dessen Ohren bei diesen Worten Besuch von den Mundwinkeln bekamen. Das breite Lächeln gehört offensichtlich zur Standardausrüstung des Neulings, der die Erfahrung von 44 Länderspielen für die ghanaische Nationalmannschaft mitbringt und helfen soll, die seit dem Abschied von Jonas Hector neuralgische Position hinten links auf konstant bundesligatauglichen Stand zu bringen. Was er dafür mitbringt?
„Ich bin ein explosiver und positiver Spieler“, so seine Selbsteinschätzung, „gut mit und ohne Ball. Einer, der gerne viel läuft und es mag, den Ball zu haben.“ Sollte er all dies erfüllen, dürfte Trainer René Wagner nicht an seinem Zugang vorbeikommen, der sich – nach ersten Gesprächen vor dem Turnier – noch während der WM für den ablösefreien Wechsel entschied. „Ich hatte viele Möglichkeiten“, dem Vernehmen sollen Klubs aus Portugal und Frankreich ihr Interesse offenbart haben – zu spät. Die Entscheidung pro Köln war gefallen.
Mensahs Rückennummer: „Große Verpflichtung“
Spielen wird er mit der Rückennummer 14, wie bei der Position im Team also auch hier die Verbindung zu Klub-Ikone Jonas Hector. „Ich weiß, dass es eine historische Nummer für den Verein ist. Als ich danach gefragt habe, wurde gesagt, man müsse noch mit einem Spieler sprechen“, erzählt Mensah, der sich der Bedeutung der Nummer bewusst ist: „Wenn du als neuer Spieler kommst und die 14 trägst, dann hast du eine große Verpflichtung. Ich bin bereit dafür.“ Hector hatte nichts offensichtlich nichts dagegen.
Bereit will er also sein, auch gegen die ganz Großen der Liga. „Ich freue mich auf die Spiele gegen Bayern oder Dortmund, auch auf die Derbys.“ Und natürlich auf die Fans: „Was ich von ihnen gesehen habe, darauf freue ich besonders. Sie werden uns noch mehr pushen.“
U-21-Spieler dürfen bleiben
Jede Menge gute Laune in Kitzbühel, zusätzlich verstärkt durch die Entscheidung des Trainer-Teams, die mitgereisten U-21-Spieler Jonathan Friemel (19, Linksverteidiger), David Fürst (19), Maik Afri Akumu (18), Kristiyan Irmiev (19), Nilas Yacobi (19) und Patrik Kristal (18) nicht zurück nach Köln zu schicken. Sie absolvieren das Camp bis zum Ende am Freitag.
Drei Wochen Pause im Anschluss an die WM waren am Ende dann doch reichlich für Gideon Mensah. Zumal ein hartnäckiger Infekt beim Ghanaer auch noch lediglich reduziertes Programm für die vergangenen drei Tage erlaubte. In Kitzbühel sprach der Zugang über die anstehende Aufgabe in Köln.
