In einer Presserunde vor der Mitgliederversammlung sprach Präsident Dirk Zingler unter anderem über den neuen Trainer und den sportlichen Kurswechsel im Verein.
Kurswechsel bei Union Berlin
Wie gewohnt sprach Union Berlins Präsident Dirk Zingler nach dem finalen Spieltag zu den Medien. In dieser Presserunde sprach er über …
… die abgelaufene Saison: „Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir zufrieden sind. Unsere beiden Profi-Teams spielen nächste Saison erneut in der höchsten deutschen Spielklasse. Am Ende ist das ein Resultat von allen hier im Klub. Vielleicht ist durch die erfolgreichen Jahre mit dem internationalen Geschäft eine andere Erwartungshaltung entstanden, aber die teilen wir nicht.“
… die eigene Frauenmannschaft: „Wir wollen in Zukunft die gleichen Zuschauerzahlen haben wie bei den Männern. Wir bauen uns mit dem Frauenfußball eine zweite starke Säule auf. In der kommenden Saison wollen wir ins erste Drittel vorstoßen und werden dafür weitere Verpflichtungen vornehmen. Zwei Top-Verpflichtungen (Lisanne Gräwe und Jill Janssens, Anm.d.Red.) haben wir bereits gemacht, die das Niveau anheben. Nun führen wir weitere Gespräche, da sind wir sehr ambitioniert.“
… die Trainerentlassung Steffen Baumgarts: „Am Ende wollen wir erfolgreich sein und beobachten Prozesse, wir erkennen Tendenzen und sehen, ob Dinge funktionieren oder nicht. Wir haben den Vertrag mit voller Überzeugung verlängert. Aber am Ende haben wir das Risiko höher eingeschätzt als die Chance, mit ihm die Saison zu beenden. Eine Trainerentlassung ist immer ein Zeichen dafür, dass Dinge nicht funktionieren. Sie sind Teil des Fußballgeschäfts. Sie sind auch nicht schlimm, denn im männlichen Profifußball verdienen sich Spieler wie Trainer alle dumm und dämlich. Da vergieße ich nicht eine einzige Träne, wenn Trainer oder Spieler entlassen werden, weil die Leistung nicht stimmt. Sie sind wirtschaftlich tausendmal abgesicherter als jeder Zuschauer hier im Stadion.
Zingler zur Trainersuche: „Sorgsamkeit vor Schnelligkeit“
… die aktuelle Trainersuche: „Anfangs war es eine lange Liste. Nun sind es noch drei Kandidaten, mit denen wir Gespräche geführt haben. Außerdem haben wir ebenso Analysen durchgeführt. Wir machen das neben den Gesprächen auch sehr datenbasiert. Aber es gilt, Sorgsamkeit vor Schnelligkeit zu wahren. Wir hoffen, im Mai noch eine Entscheidung mitteilen zu können.“
… den Neustart und die Veränderungen im Sommer: „Die Verjüngung des Kaders auf hohem Niveau macht uns Freude. Der pragmatische Ansatz ist jetzt ein anderer, wir verlassen den Weg unserer ersten Phase in der Bundesliga. Diese Phase haben wir ausgereizt. Wir schließen das ab, weil der Klub sich weiterentwickeln soll. Das ist eine logische Veränderung, die immer mit Risiko behaftet ist. Und es wird auch seine Zeit dauern. Wir haben uns aber zu dem Schritt bewusst entschieden.“
… das Stadion-Thema bei Union Berlin: „Es gibt keinen veränderten Zeitplan als den, den wir mitgeteilt haben. Wir gehen davon aus, dass wir in der Saison 2027/28 im Olympiastadion spielen werden. Erste Aufträge dafür vergeben wir im Sommer. Für die Frauen dagegen haben wir noch keine Lösung gefunden, wo wir dann spielen werden.“
In einer Presserunde vor der Mitgliederversammlung sprach Präsident Dirk Zingler unter anderem über den neuen Trainer und den sportlichen Kurswechsel im Verein.
