„Positive Signale“ nach Tribüneneinsturz: Werder-Spielbetrieb ungefährdet 

Nach dem Teileinsturz einer Tribüne im Weserstadion gibt der SV Werder Bremen Entwarnung: Der Spielbetreib ist nicht gefährdet. Doch wie lange dauert der Wiederaufbau? Und wer trägt die Kosten?

Umplatzierte Dauerkartenbesitzer

Die Mitarbeiter eines Statik-Büros verschafften sich noch im Laufe des Mittwochnachmittags und bis in den Abend hinein einen genauen Überblick über die Lage im Weserstadion, die zuvor durchaus für Aufregung rund um den Osterdeich gesorgt hatten.

Im Rahmen von Umbaumaßnahmen in einem Teil des VIP-Bereiches, bei dem Fensterscheiben entfernt werden sollten, wurde unbeabsichtigt eine tragende Säule beschädigt – ein Fehler eines ausführenden Handwerkers. Dadurch kam es zu einem Teileinsturz einer Tribüne.

Tags darauf gab Hans-Jörg Otto, Geschäftsführer der Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS), jedoch Entwarnung: Die Statiker hätten „per se erst mal den Daumen gehoben“, weil nur der Block 53 mit dem darunterliegenden Teil betroffen sei: „Aber es sind keine angrenzenden Blöcke dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden.“

Andere Blöcke „vollumfänglich“ nutzbar

Am Donnertagvormittag folgte dann noch die Begehung durch die Ämter mit den jeweiligen Statik-Abteilungen. „Es gibt positive Signale, die uns sehr freuen“, so Otto weiter, denn: „Es gibt keine Einschränkungen, was den Spielbetrieb betrifft.“ Dadurch, dass das Weserstadion „so robust gebaut“ sei, „ist der Schaden auch nur in diesem einen Teil entstanden“.

Zugleich ist davon auszugehen, dass der betroffene Block zum Bundesligastart noch nicht wieder hergestellt sein wird. Ob dieser wieder aufgebaut oder anders strukturiert wird, sei noch zu klären. „Da gibt es noch ein paar Gespräche zu führen mit den ausführenden Bauunternehmen“, betonte Otto.

Die Kostenfrage sei nun indes eine für die Versicherungen. Ohne eine Mehrbelastung für die BWS? „Das werden wir sehen, aber wir gehen im Moment davon aus“, so der Geschäftsführer. Wichtig sei vor allem, dass „alle anderen Blöcke vollumfänglich genutzt werden können“.

Was passiert mit den Dauerkartenbesitzern?

Nur: Was passiert jedoch mit den Dauerkartenbesitzern aus Block 53? Diese sollen umplatziert werden, heißt es. Eine genaue Kommunikation müsse zunächst auch mit dem Verein abgestimmt werden – dann würden die betroffenen Inhaber informiert.

Doch erst einmal gehe es nach dem Einsturz um die Baustellensicherung und neue Genehmigungen: „Das wird jetzt alles entsprechende Zeit in Anspruch nehmen“, so Otto. Aktuell rechne er „nicht von mehr als ein bis drei Spielen“, die der Block ungenutzt bleiben würde.

Werder empfängt zunächst am 15. August zu einem Testspiel den französischen Erstligisten AJ Auxerre im Weserstadion, wo eine Woche später am 22. August das Erstrunden-Pokalspiel zwischen dem Bremer Cupsieger SV Hemelingen und Zweitligist Hannover 96 ausgetragen wird. Das erste Bundesliga-Heimspiel bestreitet Werder am ersten September-Wochenende gegen RB Leipzig. Dann wohl noch ohne den Oberrang Block 53.

 Nach dem Teileinsturz einer Tribüne im Weserstadion gibt der SV Werder Bremen Entwarnung: Der Spielbetreib ist nicht gefährdet. Doch wie lange dauert der Wiederaufbau? Und wer trägt die Kosten? 

 

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