Packt er es noch? Gladbachs Hoffnungen auf den Machino-Durchbruch 

Der Wechsel von Shuto Machino nach Gladbach vor einem Jahr weckte riesige Erwartungen. Erfüllen konnte sie der Japaner nicht. Warum die Verantwortlichen auf ein stärkeres zweites Jahr setzen.

Königstransfer von 2025 unter Druck

Shuto Machino weiß, dass es für ihn jetzt zählt. Sein zweites Jahr in Gladbach wird wegweisend für seine Zukunft. Startet er durch? Oder endet auch der zweite Anlauf mit einer Enttäuschung? Machino steht am Scheideweg.

Wahrscheinlich wird der Stürmer sogar etwas früher aus seinem WM-Urlaub zurückkehren, um nicht allzu viel an Vorbereitungszeit zu verpassen. Die verkorkste Vorbereitung vor einem Jahr gilt als eine der Ursachen, warum Borussias Königstransfer des Sommers 2025 nie richtig Fuß fassen konnte. Zunächst hatten sich die Verhandlungen mit Holstein Kiel eine gefühlte Ewigkeit hingezogen, bis der knapp sieben Millionen Euro teure Transfer endlich stand.

Unter anderem verpasste Machino danach das Trainingslager. Dann verhinderten Wadenprobleme eine regelmäßige Teilnahme am Training. Am ersten Spieltag war Machino dabei, aber längst noch nicht bereit. Ohne Spielrhythmus quälte sich der Angreifer durch die ersten Monate.

Rückkehr ohne richtigen WM-Booster

Der gewaltigen Erwartungshaltung nach seinem Top-Jahr in Kiel (elf Tore, vier Assists) wurde Machino nie gerecht. Die Bilanz von nur drei Toren und neun Spielen von Beginn an (bei insgesamt 31 Ligaeinsätzen) zeugt von den Startschwierigkeiten. Ins Bild passte, dass Machino vorerst in Japans WM-Aufgebot fehlte und es nur als Nachnominierter für den verletzten Wataru Endo zum Turnier schaffte. Es blieb bei einem Joker-Einsatz, bei Japans Aus im Sechzehntelfinale gegen Brasilien (1:2). Zu wenig für einen WM-Booster.

„Er ist selbst unzufrieden. Das ist der beste Punkt, sich zu verbessern.“ (Borussia-Trainer Eugen Polanski über Shuto Machino)

Dennoch glauben Borussias Verantwortliche fest daran, dass Machino im zweiten Jahr der Durchbruch gelingt. „Wenn man seine Vita sieht, war das zweite Jahr immer deutlich besser als das erste. Da liegt eine Hoffnung drin, aber meinerseits auch eine Erwartung an Shuto“, sagte Trainer Eugen Polanski vor dem Urlaubsstart. „Er ist selbst unzufrieden. Das ist der beste Punkt, sich zu verbessern.“ Sportchef Rouven Schröder meinte: „Wir sind froh, dass das zweite Jahr kommt. Er hat eine Riesenqualität, ist ein gestandener Spieler. Er muss das Bewusstsein haben, abzuliefern und an seine Stärke glauben. Manchmal wirkt es so, als wüsste er gar nicht, was er alles kann.“

Eine breite Brust braucht Machino, wenn es wieder losgeht, denn die Konkurrenz ist nicht kleiner geworden. Mit Isac Lidberg wurde ein Stürmer verpflichtet, der auch neben Tim Kleindienst spielen kann. Für eine Rolle als zweite Spitze oder die Position auf dem linken Flügel kommen generell mehrere Kandidaten infrage. Es liegt an Machino zu zeigen, wie wichtig er fürs Team sein kann.

 Der Wechsel von Shuto Machino nach Gladbach vor einem Jahr weckte riesige Erwartungen. Erfüllen konnte sie der Japaner nicht. Warum die Verantwortlichen auf ein stärkeres zweites Jahr setzen. 

 

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