Hat Niklas Stark seine Hüftbeschwerden überwunden? Wie belastbar ist er? Über die bisherigen Eindrücke beim Werder-Innenverteidiger.
Zwischen Optimismus und Vorsicht
Aus Bremens Trainingslager in Zell am Ziller berichtet Tim Lüddecke
Zweites Testspiel, zweiter Sieg für den SV Werder Bremen – und bislang erhielt Niklas Stark dabei genauso viel Spielzeit wie nahezu alle anderen Profis: jeweils 45 Minuten.
Am Mittwochabend nach dem 2:0 gegen den japanischen Klub Fagiano Okayama attestierte Cheftrainer Daniel Thioune dem Innenverteidiger angesichts des Zu-null-Spiels jedenfalls, „seinen Job genauso gut gemacht“ zu haben „wie die anderen“.
Dass der 284-malige Bundesligaspieler die nötige Qualität und vor allem eine enorme Erfahrung einbringt, steht ja eigentlich auch ziemlich außer Frage – unklar war in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings, ob auch seine Physis den höchsten Ansprüchen noch genügt.
Optimismus bei den Protagonisten
In der Vorsaison hatte sich der 31-Jährige mit anhaltenden Hüftproblemen durchgeschleppt, spielte teilweise unter Schmerzen – und musste immer wieder mit dem Training aussetzen. Dass es sich dabei um keinen Dauerzustand handeln könne, hatte Coach Thioune bereits gegen Saisonende angekündigt.
Die Sommerpause ließ hoffen, dass die Probleme abklingen würden. Ein konservativer Umgang mit der Verletzung sollte Stark wieder zu einer konstant verfügbaren Alternative in der Bremer Innenverteidigung werden lassen.
Wie ist nun also der Status quo, nachdem sich Werder bereits in der zweiten Trainingswoche der Vorbereitung befindet? Die ersten Auftritte auf dem Platz scheinen erbaulich, und auch die Protagonisten klingen optimistisch.
Stark und die ersten Belastungsproben
„Er macht einen guten Eindruck“, sagte Werder-Sportchef Clemens Fritz nach dem ersten von zwei Testspielen im Zillertal (am Samstag folgt das zweite gegen Bochum): „Er ist sehr aktiv gewesen, hat die Defensive gut organisiert. Und bis jetzt hat er alle Einheiten mitgemacht.“ Die ersten Belastungsproben sind also bestanden.
Und doch bleibt man noch durchaus vorsichtig, um Stark nicht überzubelasten. Im Training am Mittwochvormittag habe man ihn noch „gesteuert“, wie Coach Thioune erläuterte, also nicht komplett eingebunden: „Ich glaube, das ist auch wichtig, dass wir jetzt bei ihm nicht all-in gehen.“
Fritz: „Ab und zu müssen wir ihn herausnehmen“
Und so sei das Vorgehen dann auch im Laufe der Saison geplant, betonte Fritz: „Da müssen wir auch mal schauen, wie er jetzt in den nächsten Wochen und Monaten die Belastungen verträgt. Ab und zu müssen wir ihn natürlich mal herausnehmen.“ Thioune ergänzte: „Man muss zusehen, dass man ihn so belastet, dass er am nächsten Tag dann auch wieder trainingsfähig ist.“
Wenngleich also weiterhin noch Unwägbarkeiten in dieser Angelegenheit verbleiben, stellte sich die Frage zumindest am Donnerstag im Trainingslager nicht: Die Bremer machten sich am Vormittag lediglich auf zu einer Fahrradtour – der restliche Tag ist frei.
Hat Niklas Stark seine Hüftbeschwerden überwunden? Wie belastbar ist er? Über die bisherigen Eindrücke beim Werder-Innenverteidiger.
