Die Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Raphael Onyedika steht kurz vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt. An dem Sechser, der eine Schwachstelle beheben soll, bestand schon länger Interesse. Auch in der Innenverteidigung könnte sich bald etwas tun.
Wunschsechser soll ins Trainingslager reisen
Aus Grassau berichtet Julian Franzke
Adi Hütter muss sich voraussichtlich nicht mehr lange gedulden, bis die ersehnten Verstärkungen für den Defensivverbund kommen. Die Verpflichtung von Raphael Onyedika befindet sich nach kicker-Informationen auf der Zielgeraden. Der Sechser vom belgischen Spitzenklub Club Brügge soll schon Anfang kommender Woche ins Trainingslager nach Grassau reisen. Dass noch ein anderer Klub dazwischenfunkt, ist nahezu ausgeschlossen – der Transfer ist beinahe perfekt. Die Sockelablöse wird unterhalb der Zehn-Millionen-Marke liegen, da Onyedikas Vertrag in Brügge im Sommer 2027 ausläuft. Das verschafft der Eintracht eine starke Verhandlungsposition.
Onyedika traf schon gegen Hütter
Mit Onyedika bekommt die Eintracht ihren Wunschspieler für die Sechserposition. Schon in den vergangenen beiden Transferperioden war der nigerianische Nationalspieler ein Thema in Frankfurt. Nun zahlt sich die Hartnäckigkeit aus. Hütter konnte sich von Onyedikas Qualitäten sogar schon live in Bild machen. Im vergangenen September traf der Coach mit seinem damaligen Verein AS Monaco in der Champions League auf Brügge. Onyedika traf beim 4:1-Sieg der Belgier zum 2:0.
Mit dem 25-Jährigen bekommt die SGE einen Spieler, der enorme Wucht und Robustheit verkörpert – genau das, was der Mannschaft vergangene Saison in der Mittelfeldzentrale fehlte. Onyedika verfügt über große internationale Erfahrung, spielte 24-mal in der Champions League und kam auch in der Europa League (fünf Einsätze) sowie Conference League (13 Einsätze) zum Zug. Beim Afrika-Cup im vergangenen Januar wurde er mit Nigeria Dritter.
Mit dem vom FC Bayern verpflichteten Noel Aseko könnte Onyedika die neue Schaltzentrale im Mittelfeld bilden. Aktuell plagt sich Aseko allerdings noch mit Knieproblemen herum und wird im Trainingslager langsam herangeführt. Kämpfernatur Oscar Höjlund stellt eine weitere gute Alternative fürs Mittelfeld dar. Außerdem ist es Hugo Larsson zuzutrauen, dass er unter Hütter noch mal einen Entwicklungsschritt macht. Doch auch ein Abgang des Schweden ist in diesem Transfersommer weiterhin möglich.
Fortschritte bei Innenverteidiger-Suche
Auch auf der Suche nach einem neuen Abwehrspieler erzielt die Eintracht Fortschritte, eine Verstärkung noch während des Trainingslagers erscheint durchaus realistisch. Gesucht wird ein schneller Innenverteidiger, der in der Viererkette an der Seite von Robin Koch spielen kann. Mit den Verstärkungen im zentralen defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung stünde das Gerüst der Mannschaft frühzeitig.
Auch auf der Abgangsseite wird in den kommenden Wochen noch Bewegung reinkommen. Jean-Matteo Bahoya ist bei der AS Rom im Gespräch, konkret ist ein Wechsel bis jetzt aber nicht. Zudem gibt es bei WM-Teilnehmer Fares Chaibi offenbar Interessenten aus dem Ausland (Premier League, Saudi-Arabien). Abgegeben werden soll das nicht mit ins Trainingslager gereiste Quartett um Noel Futkeu, außerdem sind Eric Junior Dina Ebimbe und Niels Nkounkou Wechselkandidaten.
Die Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Raphael Onyedika steht kurz vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt. An dem Sechser, der eine Schwachstelle beheben soll, bestand schon länger Interesse. Auch in der Innenverteidigung könnte sich bald etwas tun.
