Nachfolger von Ricken: BVB befördert NLZ-Leiter Schaffran zum Direktor 

Borussia Dortmund befördert Paul Schaffran zum Direktor des Nachwuchsleistungszentrums. Der bisherige NLZ-Leiter erhält damit den Lohn für seine Strukturreform – die bereits Früchte trägt.

Seit fünf Jahren in Dortmund

Seit fünf Jahren reformiert Paul Schaffran mit viel Innovationskraft das Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund. Zunächst als „Leiter Sportwissenschaft“, dann als „Leiter Strategie und Entwicklung“, seit Juli 2025 schließlich als „Leiter Nachwuchsleistungszentrum“.

Nun steht nur rund ein Jahr später der nächste Karriereschritt beim BVB an: Der 39-Jährige wird zum Direktor NLZ befördert – und tritt damit die Nachfolge von Lars Ricken an, der diesen Posten bis zu seinem Aufstieg zum Geschäftsführer Sport im Mai 2024 bekleidet hatte.

Inacio & Co. als Musterbeispiele

„Paul Schaffran hat sich als wichtige Führungskraft in unserem NLZ etabliert und in den vergangenen Monaten wichtige Weichenstellungen für eine erfolgreiche Zukunft unseres NLZ federführend vorangetrieben. Unser Ziel bei Borussia Dortmund ist es, uns in allen Bereichen weiterzuentwickeln und noch weiter zu verbessern. Mit Paul in seiner neuen Funktion als Direktor sehen wir unser NLZ dafür bestmöglich aufgestellt“, wird Ricken in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Schaffran ist maßgeblich für die strategische Neuausrichtung des Nachwuchsleistungszentrums des BVB verantwortlich. Dazu gehört unter anderem die Einführung von Bio-Banding, einer Trainingsmethode, in der die Spieler unter Berücksichtigung ihres körperlichen Entwicklungsstands zusammen trainieren und nicht nach Altersklassen. Personell trieb er zudem die Verpflichtung von Thomas Broich voran, der seit Juli 2024 als Sportlicher Leiter des NLZ fungiert.

Vor rund einem Jahr führten Schaffran und Broich zudem neue Mannschaftsstrukturen ein. So startete unter anderem die U 19 mit vielen Jungjahrgängen und ohne externe Neuzugänge in die Saison und setzte sich die bestmögliche individuelle Förderung der Spieler zum Ziel – und priorisierte nicht den mannschaftlichen Erfolg. Auch führte das Duo eine einheitliche Spielphilosophie im Dortmunder Nachwuchs ein. Das ambitionierte Ziel: zur besten Ausbildungsschmiede Europas zu werden. Mit dem überraschenden Gewinn des Premier League International Cup gelang ein erstes Ausrufezeichen.

In der Saison 2025/26 feierten zudem vier Spieler aus dem Dortmunder Nachwuchs ihr Profi-Debüt in der Mannschaft von Niko Kovac: Samuele Inacio (18 Jahre), Luca Reggiani (18), Filippo Mane (21) und Mathis Albert (17). „Am Ende ist das die Währung, an der wir die Arbeit im NLZ bemessen“, sagte Schaffran im Sommer und bilanzierte: „Wir sind, was das Thema Durchlässigkeit angeht, auf einem sehr, sehr guten Weg, die Zahlen zu erreichen, die ich mir vorstelle.“

Zumal die nächsten Talente bei den Profis bereits an die Tür klopfen: In Enzo dos Santos (17) und Mussa Kaba (17) trainierten zwei Toptalente aus dem Nachwuchs in der Vorbereitung regelmäßig unter Kovac mit. Beiden wird mittelfristig – sofern ihre körperliche Entwicklung Schritt hält – der dauerhafte Sprung zum Bundesliga-Team zugetraut.

Bereits im Frühjahr betonte Ricken, dass die Generation um Inacio, Mane und Albert „uns eine sehr gesunde Basis für die kommenden Jahre gibt“. Das ist auch ein Verdienst Schaffrans – der mit der Beförderung zum NLZ-Direktor nun den Lohn dafür erhält.

„Ich möchte mich bei den Verantwortlichen und allen voran bei Lars Ricken für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ich freue mich sehr darüber, dass der Weg, den wir im Nachwuchsleistungszentrum eingeschlagen haben, diese Zustimmung und Unterstützung findet. Zugleich ist es für mich Ansporn, diesen Weg gemeinsam mit meinem Team konsequent weiterzugehen und die Nachwuchsarbeit bei Borussia Dortmund weiter voranzutreiben“, so Schaffran.

 Borussia Dortmund befördert Paul Schaffran zum Direktor des Nachwuchsleistungszentrums. Der bisherige NLZ-Leiter erhält damit den Lohn für seine Strukturreform – die bereits Früchte trägt. 

 

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