Der SV Werder Bremen und Markus Pilawa haben sich vorzeitig auf ein Ende der gemeinsamen Zusammenarbeit verständigt – wegen persönlichen Gründen des Kaderplaners.
Wer ersetzt den Ex-Bayern-Chefscout?
Mitte Mai, als der SV Werder Bremen die Verpflichtung von Markus Pilawa für den Posten als Leiter Kaderplanung und Transferstrategie bekanntgegeben hatte, wurde der Bundesligist dafür durchaus beglückwünscht.
Der 49-Jährige konnte in seiner Vita schließlich zwei Chefscout-Tätigkeiten für Borussia Dortmund und den FC Bayern vorweisen – weshalb sich Werder-Sportchef Clemens Fritz insbesondere „eine große Expertise, Erfahrung und ein großes Netzwerk“ vom Neuzugang auf Managementebene erhoffte.
Nun geht die Zusammenarbeit rund vier Monate nach Pilawas Arbeitsbeginn am Osterdeich aber auch schon wieder zu Ende. Persönliche Gründe im familiären Umfeld gaben den Ausschlag für den gebürtigen Bochumer, der dort weiterhin verwurzelt ist.
Pilawa-Nachfolger: Unterschiedliche Gedankenspiele
Sportchef Fritz erklärte in einer Vereinsmitteilung dazu: „Markus hat uns seine Entscheidung offen mitgeteilt. Wir respektieren sie, auch wenn wir seinen Abschied bedauern. Markus hat sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement eingebracht und wichtige Impulse gesetzt. Dafür danken wir ihm und wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft alles erdenklich Gute.“
Die Entscheidung, den gemeinsamen Vertrag aufzulösen, fiel dann in der vergangenen Woche. Werder plant, die Vakanz zwar nachzubesetzen – noch steht jedoch nicht fest, wie und mit wem: An der Weser gibt es dazu unterschiedliche Gedankenspiele, heißt es.
Pilawa war seinerzeit gemeinsam mit der amerikanischen Agentur Excel Sports Management unter der Führung von Aidan O’Brien als der richtige Kandidat für Werder im Auswahlprozess herausgefiltert worden.
„Es waren sehr intensive Monate in einem tollen Verein. Ich bedanke mich bei der Geschäftsführung für das in mich gesetzte Vertrauen und das Verständnis für meine Entscheidung, die mir nicht leichtgefallen ist“, lässt sich Pilawa zitieren. „Zudem danke ich allen Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit. Ich wünsche dem gesamten Verein und allen Werderanern für die Zukunft nur das Beste und den größtmöglichen Erfolg.“
Treibende Kraft bei Wojcik
In seiner kurzen Amtszeit in Bremen habe sich Pilawa engagiert in die durchaus turbulent verlaufene Transferperiode eingebracht. Der Mann aus dem Ruhrgebiet, der für die Bayern unter anderem Michael Olise gescoutet hatte, galt dementsprechend auch als Arbeiter.
Für Werder soll er als treibende Kraft etwa an der Verpflichtung von Oskar Wojcik aus Polen, wo Pilawa ebenfalls als gut vernetzt gilt, beteiligt gewesen sein: Der einmalige Nationalspieler wechselte für drei Millionen Euro von Cracovia in den Norden – den Pilawa selbst nun vorzeitig wieder verlässt.
Der SV Werder Bremen und Markus Pilawa haben sich vorzeitig auf ein Ende der gemeinsamen Zusammenarbeit verständigt – wegen persönlichen Gründen des Kaderplaners.
