„Nach 60 Minuten eingestellt“: Rolfes vermisst den Widerstand 

Bayer Leverkusen hat in Stuttgart sportlich enttäuscht und die gute Ausgangslage im Kampf um die Champions League verspielt. Simon Rolfes ärgerte vor allem das Auftreten in der letzten halben Stunde.

Bayer enttäuscht in Stuttgart

Die Vorwoche verlief für Leverkusen mit dem eigenen 4:1 über Leipzig und der Punkteteilung im Spiel der beiden direkten Konkurrenten Hoffenheim und Stuttgart (3:3) perfekt. Und auch der Start in die Partie beim VfB Stuttgart passte ins Bayer-Bild: Aleix Garcia brachte seine Mannschaft nach etwas mehr als 30 Sekunden in Führung und auf Champions-League-Kurs. Doch in den folgenden 89 Minuten plus Nachspielzeit ließ die Werkself so ziemlich alles vermissen und verlor verdient mit 1:3.

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„Dass es in der ersten Halbzeit ein unruhiges Spiel ist, das habe ich schon erwartet“, sagte Simon Rolfes über die ersten 45 Minuten, in denen Stuttgart das Spiel bereits drehte. „Es war natürlich ein ärgerlicher Elfmeter, der mit Sicherheit auch die zweite Halbzeit beeinflusst hat.“ Aber eben auch ein maximal vermeidbarer. Dass Angelo Stiller etwa 15 Sekunden zuvor den Ball mit einem nicht geahndeten Schubser gegen Exequiel Palacios erobert hatte, störte die Leverkusener zu Recht, es war letztlich aber kein Fall für den VAR. Und es erklärte schon gar nicht das völlig plumpe Beinstellen von Edmond Tapsoba gegen den einlaufenden Ermedin Demirovic.

Stuttgart zeigt, was Leverkusen nicht auf den Platz bringt

Maximilian Mittelstädt nutzte den Strafstoß und brachte den VfB verdient in Führung. „Stuttgart war heiß, griffig, giftig. Sie haben sich in Zweikämpfe reingehauen, alles reingelegt“, resümierte der Sport-Geschäftsführer und konnte das über sein eigenes Team keineswegs sagen. „Es war das, was wir letzte Woche gezeigt haben und was uns stark gemacht hat. Das muss man auch hier gegen eine richtig gute Mannschaft aus Stuttgart zeigen, alles rausholen und um jeden Ball kämpfen. Es ist sehr, sehr ärgerlich, dass wir es nicht zeigen konnten.“

Bayer lief als Mannschaft 3,65 Kilometer weniger, war in den entscheidenden Duellen stets zweiter Sieger, versprühte offensiv mit dem Doppelsturm Christian Kofane und Patrik Schick so gut wie keine Gefahr mehr und war defensiv immer wieder überfordert.

Rolfes hadert besonders mit der letzten halben Stunde

Robert Andrich stellte im Anschluss den Charakter der Mannschaft infrage, monierte, dass in schwierigen Situationen „zu wenige Leute zusammenstehen“. Ganz so weit wollte Sport-Geschäftsführer Rolfes nicht gehen, denn „letzte Woche war es anders, da habe ich es nicht festgestellt“, erinnerte er an den deutlichen Erfolg gegen Leipzig. Doch auch er bemängelte die Widerstandsfähigkeit. „Die Mannschaft muss sich definitiv verbessern“, forderte er in diesem Aspekt.

Gerade diese letzte halbe Stunde, die „häufig die Möglichkeit ist, wirklich gefährlich zu werden, wenn die Räume größer werden“, störte den einstigen Bayer-Kapitän daher ganz besonders. Denn sein Team wehrte sich eben nicht. „Wir haben es nach 60 Minuten eingestellt. Das 1:3 ist natürlich keine gute Ausgangssituation, aber du musst bis zur letzten Sekunde dran glauben und alles dafür geben.“ Die Leverkusener schienen das nicht mit der letzten Überzeugung zu tun, kamen nur noch per Fernschuss zur überhaupt einzigen echten Chance nach dem Tor. „Und das ist es, was mich am meisten geärgert hat.“

Europa League? „Wenn, dann greifen wir da an“

Ärgern wird sich die Werkself auch über die verspielte gute Ausgangssituation. Hatte man vor dem Spieltag noch Platz 4 und die Champions-League-Qualifikation selbst in der Hand, sind es vor dem Finale maximal noch Außenseiterchancen auf Rang 4. Selbst bei einem eigenen Sieg gegen den Hamburger SV müssten die Konkurrenten aus Hoffenheim (in Gladbach) und Stuttgart (in Frankfurt) beide verlieren.

Rolfes kündigte an, auch in der anstehenden Woche nicht aufgeben zu wollen, wenngleich er einordnete: „Normalerweise müssen Stuttgart oder Hoffenheim das machen. Aber warten wir mal ab.“ Deutlich realistischer ist jedoch die Rückkehr in die Europa League, wo Bayer 04 letztmals 2023/24 antrat und Atalanta Bergamo im Finale mit 0:3 unterlag.

„Es waren häufig sensationelle Momente, die wir auch da hatten“, blickte Rolfes auf den zweitgrößten europäischen Pokalwettbewerb und kündigte für den Fall der verpassten Champions-League-Qualifikation schon einmal für die Europa League an: „Wenn, dann greifen wir da an.“

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