„Mittendrin in der Party“: Schmidt kann „jetzt nicht irgendwas erfinden“ 

Am Samstag, wenn der 1. FSV Mainz 05 auf der Ostalb gastiert, geht es für den 1. FC Heidenheim darum, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Von Druck will Frank Schmidt nichts wissen und erklärt die Herangehensweise.

Heidenheim vor dem Abstiegs-Showdown

Ganz Heidenheim fiebert der nicht mehr für möglich gehaltenen Chance, den Klassenerhalt auch im dritten Bundesliga-Jahr der Vereinsgeschichte zu schaffen, entgegen. Nach nur einer Niederlage aus den letzten sieben Spielen, drei Dreiern und dem 3:3 beim FC Bayern, das mit dem Last-Minute-Ausgleich des Rekordmeisters auch noch äußerst unglücklich zustandekam, hat sich der FCH in eine Situation gebracht, die nach zehn Punkten Rückstand auf Platz 16 niemand mehr für möglich gehalten hatte.

„Wir sind dankbar, dass wir dabei sind“, erklärte Frank Schmidt am Freitag, „mit der Möglichkeit, den Relegationsplatz tatsächlich noch zu erreichen. Das haben wir uns erarbeitet über die letzten Wochen. Dementsprechend freuen wir uns jetzt auf das Saisonfinale.“ Das kann der Coach zumindest personell entspannt angehen, bis auf die beiden Langzeitverletzten Sirlod Conteh und Leart Pacarada sind „alle an Bord“.

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Entspannt gibt sich der erfahrene Coach ohnehin. Die Herangehensweise war trotz der brisanten Konstellation im Abstiegskampf am letzten Spieltag wie immer, „da kann ich jetzt nicht irgendwas erfinden“, so der 52-Jährige. „Wir haben diese Woche auch nichts verändert, sind uns da treu geblieben in den Abläufen.“ Einzig bei der „Präsenz in den Zweikämpfen“ hat der Trainer „den Schwerpunkt im Training“ gesetzt, für das anstehende Spiel unabdingbar.

Auf die Nachfrage, ob er eine Mannschaft aus Mainz erwarte, die schon „halb am Strand“ zu finden sei, weil es für den FSV um nichts mehr geht, wird Schmidt deutlich. „Da wäre ich vorsichtig mit solch einer Mutmaßung. Das sind Profifußballer, keine Hobbyfußballer, die da anreisen werden und auf der Hinfahrt ein paar Dosen Bier reinkippen. Sondern die werden alles dafür tun, um die bestmögliche Leistung zu erbringen.“ Die erwartet er auch von seinem Team. „Eine leidenschaftliche, gute Leistung mit Torgefahr in jeder Phase“.

Und ohne Druck, wie Schmidt immer wieder unterstreicht. „Weil jeder von uns weiß, dass wir vor ein paar Spieltagen raus waren aus der Verlosung. Und jetzt werden wir noch einmal reingelassen auf die Party. Wir sind mittendrin. Und da freuen wir uns drauf.“ Zumal Heidenheim nur gewinnen könne, „wir können nichts mehr verlieren. Wir haben das verinnerlicht“. Schmidt und sein Team haben „Lust auf die Situation, Druck lassen wir uns jetzt nicht einreden“.

Mit einem Ohr am Millerntor

Während des Spiels, verriet Schmidt, wird die Heidenheimer Bank auf jeden Fall live mit dem Spiel am Millerntor zwischen den Abstiegskonkurrenten St. Pauli und Wolfsburg verbunden sein und liefert die Begründung: „Das ist ein Herzschlagfinale. Und das kann bis zur letzten Sekunde gehen.“ Da will er auf alle Eventualtitäten vorbereitet sein. Um dann noch einmal zu betonen: „Wir müssen erst einmal dieses Spiel gewinnen.“ Dann ist alles möglich für den FCH. Ohne Druck.

 Am Samstag, wenn der 1. FSV Mainz 05 auf der Ostalb gastiert, geht es für den 1. FC Heidenheim darum, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Von Druck will Frank Schmidt nichts wissen und erklärt die Herangehensweise. 

 

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