Beim 4:3-Sieg in Mainz fehlte Eliesse Ben Seghir im Leverkusener Aufgebot. Es ist bereits die dritte Verletzung, die den Marokkaner in dieser Saison zum Pausieren zwingt. Deshalb rüffelt Trainer Carles Martinez den hochbegabten Angreifer und nimmt ihn in die Pflicht.
Bayers Marokkaner erneut verletzt
Es ist das nächste Kapitel einer bislang durchweg unglücklichen Beziehung. Am Samstag, beim 4:3-Sieg in Mainz, musste Carles Martinez erneut auf Eliesse Ben Seghir verzichten. Wegen einer muskulären Blessur stand der marokkanische Nationalspieler nicht für das Spieltagsaufgebot zur Verfügung. Und auch wenn die Ausfallzeit nur kurz sein soll, sorgte die Nachricht bei den Verantwortlichen des Klubs für schlechte Laune. „Er wird nicht lange ausfallen, das ist jetzt keine schwere Verletzung“, erklärte Geschäftsführer Simon Rolfes zwar, „aber trotzdem ist es natürlich ärgerlich, weil sich das bei ihm fortgesetzt hat. Wir hoffen, dass es die letzte Verletzung ist.“
„Eli möchte spielen. Er muss aber lernen, besser mit seinem Körper umzugehen und ihn zu managen. Wir sind nicht glücklich.“ (Carles Martinez)
Hoffen darf man das – darauf wetten sollte man eher nicht. Schleppt sich der im Sommer 2025 für eine Ablöse von 32 Millionen Euro plus Boni von der AS Monaco nach Leverkusen gekommene Dribbelkünstler doch bislang durch diese Saison. Vor dem ersten Testspiel zog sich der Linksaußen eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zu, sodass er fast zwei Monate ausfiel. Nach seinem elfminütigen Joker-Comeback in der Europa League gegen NK Celje (2:0) musste er wieder wegen einer leichten muskulären Problematik passen. Und nachdem er am Freitag vergangener Woche im Test gegen Drittligist Fortuna Köln (6:0) erneut einen Teileinsatz bestritten hatte, muss er jetzt schon wieder aussetzen.
Die wiederkehrenden Rückschläge sind Carles Martinez ein Dorn im Auge. Und so äußerte der Spanier nach der Partie in Mainz auch klare Kritik an Ben Seghirs Professionalität. „Wir untersuchen das und arbeiten daran, genau festzustellen, wie lange er ausfallen wird. Natürlich ist diese Nachricht schlecht“, erklärte Martínez zu der erneuten Verletzung, um dann deutlich zu werden, dass er besonders den Spieler selbst in der Verantwortung sieht. „Eli möchte spielen und der Mannschaft helfen. Er muss aber lernen, besser mit seinem Körper umzugehen und ihn zu managen. Wir sind nicht glücklich, weil jeder Spieler wichtig ist.“
Schon im Herbst 2025 forderte Rolfes mehr Engagement von Ben Seghir ein
Klare Worte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Rolfes bereits im Herbst 2025 von dem schmächtigen Ben Seghir mehr Engagement im Kraftraum eingefordert hatte, damit dieser die Umstellung von der Ligue 1 auf die physisch anspruchsvollere Bundesliga besser schaffen könne. In seiner ersten Saison in Leverkusen, in der der heute 21-Jährige auch, aber nicht nur wegen Verletzungen kaum zum Einsatz kam, hatte der Flügelspieler lange Zeit mit Schambein-Problemen zu kämpfen, ehe er vom Afrika-Cup mit einer schweren Fußverletzung zurückkehrte.
So bleibt Ben Seghir ein Problemfall, während ein anderer verletzungsgeplagter Profi bei Martinez für Freude sorgte. So gab Offensiv-Allrounder Nathan Tella nach muskulären Problemen in Mainz sein Comeback, kam als Joker ins Spiel. „Er ist ein positiver Typ. Er ist jemand, der immer da ist. Er hilft ständig. Ich bin so froh, dass er ein paar Minuten spielen kann, denn in den nächsten Tagen werden wir ihn brauchen, und wir werden jeden brauchen, und ich wünsche mir, dass er sich weiterentwickeln kann, denn mit Eli reicht es im Moment nicht.“ Die Botschaft ist eindeutig: Ben Seghir muss die Kurve kriegen – und dazu den entscheidenden Beitrag selbst leisten.
Beim 4:3-Sieg in Mainz fehlte Eliesse Ben Seghir im Leverkusener Aufgebot. Es ist bereits die dritte Verletzung, die den Marokkaner in dieser Saison zum Pausieren zwingt. Deshalb rüffelt Trainer Carles Martinez den hochbegabten Angreifer und nimmt ihn in die Pflicht.
