Leipzigs Romulo: Über die Königsklasse in die Selecao 

Vor einem Jahr kam Romulo von Göztepe Izmir zu RB Leipzig. Nach einer ordentlichen ersten Saison will sich der brasilianische Mittelstürmer jetzt in der Champions League beweisen.

Das Ziel vor dem zweiten Jahr bei RB

Aus dem Leipziger Trainingslager in Saalfelden (Österreich) berichtet Andreas Hunzinger

In den Tagen von Saalfelden macht Romulo José Cardoso da Cruz bisher einen sehr aufgeräumten Eindruck. Höflich präsentiert sich der brasilianische Angreifer von RB Leipzig im Umgang mit der Öffentlichkeit, volksnah im Umgang mit den Fans, für die er auf dem Rückweg vom Trainingsplatz zum Hotel schon mal das Fahrrad stoppt, um Autogramme zu geben oder für ein Foto zu posieren.

Über sich selbst spricht der 24-Jährige derweil mit deutlicher Zurückhaltung. Romulo, im Sommer 2025 für eine Sockelablöse von 20 Millionen Euro aus Izmir gekommen, hat mit neun Toren und sieben Assists in 32 Pflichtspielen ein ordentliches erstes Jahr hinter sich. Er selbst nennt es auch „schwierig“, weil es neben allerhand Neuem auch eine mehrwöchige Zwangspause wegen einer Sehnenreizung im Knie gab. Insgesamt, so der Angreifer, sei er aber zufrieden. „Wir haben unsere Ziele erreicht. Jetzt spielen wir wieder Champions League.“

„Ich denke nicht daran, den Verein zu verlassen.“ (Romulo zum Thema Wechsel)

Die Königsklasse übt auf den 1,93 Meter langen Profi einen großen Reiz aus. „Mein Traum ist es, gegen die großen Klubs zu spielen: Real, Barca, Manchester City oder Arsenal“, betont er. Auch weil er das erleben will, „denke ich nicht daran, den Verein zu verlassen“, sagt Romulo, dessen Name immer wieder mal auch bei anderen Klubs (aus England) gehandelt wurde, „ich habe mich an den Verein und die Liga gewöhnt, alle haben mir dabei geholfen. Ich bin glücklich hier und will hier bleiben, so lange es geht.“

Auch der Konkurrenzkampf um die Position des zentralen Stürmers im 4-3-3-System von RB schreckt Romulo nicht. „Derjenige, der besser trainiert und spielt, der wird auflaufen. Conrad ist ein sehr guter Spieler“, sagt er mit Blick auf seinen Teamkollegen Conrad Harder, den er im Vorjahr ausgestochen hat. Und dass es eventuell bei der Besetzung des Angriffs noch Veränderungen geben könnte und etwa der Name Fisnik Asllani (Hoffenheim) häufig fällt, „damit beschäftige ich mich nicht. Ich bin hier, um meinen Job zu machen. Wenn ein anderer Stürmer kommt und uns hilft, dann habe ich damit kein Problem.“

Der Stürmer kann noch präsenter werden

Romulo konzentriert sich auf sich selbst und auf das, was er an seinem Spiel noch verbessern kann. Der lange Brasilianer hat vor dem Tor Qualitäten und punktet mit Technik und Fleiß beim Pressing. Allerdings kann er noch präsenter und durchschlagskräftiger werden. Und, so Romulo, „ich muss den Ball noch besser verteidigen, damit meine Kollegen nachrücken und wir mehr Chancen kreieren können.“

Schafft er diesen nächsten Schritt und behauptet sich zudem in der Champions League, glaubt Romulo nicht nur daran, dass RB in der neuen Saison mindestens das Ergebnis der Saison 2025/26 wiederholt. Sondern auch daran, dass sein großer Traum weiter lebt: der von der „Selecao“, der brasilianischen Nationalmannschaft.

 Vor einem Jahr kam Romulo von Göztepe Izmir zu RB Leipzig. Nach einer ordentlichen ersten Saison will sich der brasilianische Mittelstürmer jetzt in der Champions League beweisen. 

 

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