Sowohl in der kompletten Vorbereitung als auch zum Saisonstart muss Borussia Dortmund auf Nico Schlotterbeck verzichten. Der Termin für ein Comeback ist weiterhin offen, der 26-Jährige gewährte nun einen Einblick in die Reha.
Nach Sprunggelenksverletzung
Vor ziemlich genau neun Wochen, am 20. Juni, stand Nico Schlotterbeck das letzte Mal in einem Pflichtspiel auf dem Fußballplatz. Damals noch in Toronto, doch das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM war für den Innenverteidiger sein letztes. Zur Halbzeitpause musste Schlotterbeck verletzungsbedingt ausgewechselt werden – eine Sprunggelenksverletzung verhagelte ihm die WM und den Sommer.
Seither arbeitet der 26-Jährige an seinem Comeback, dessen Zeitpunkt allerdings weiterhin offen ist. „Es ist einfach eine langwierige Geschichte“, erklärte der Abwehrchef des BVB am Sonntag am Rande des Formel-1-Rennens in Zandvoort bei Sky. Zum Trainingsstart Mitte Juli hatten die Dortmunder Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Lars Ricken noch auf eine Rückkehr kurz vor oder nach der ersten Länderspielpause gehofft.
Das in diesem Jahr erstmals erweiterte Länderspielfenster beginnt Ende September, die Bundesliga geht erst Mitte Oktober weiter. Eine Prognose zu seinem Comeback will Schlotterbeck aber weiterhin nicht wagen – auch wenn er sich vorsichtig optimistisch gibt: „Wir müssen von Tag zu Tag schauen. Wir probieren, das gut zu verheilen und gute Arbeit zu liefern, mit den Physios und den Reha-Trainern. Dann glaube ich, dass es nicht mehr so lange dauert.“
Lob von BVB-Sportdirektor Book
Lob für seinen Einsatz in der Reha gab es vor wenigen Wochen auch schon von Ole Book angesprochen auf das aktuell verletzte Duo Schlotterbeck und Emre Can. „Ich sehe die beiden jeden Tag voll motiviert. Während ihrer Reha bringen sie sich beide als Führungsspieler total in die Mannschaft ein, in das Miteinander, in die Gemeinschaft“, so der Sportdirektor des BVB. „Aber wie lange es genau dauert, das kann niemand sagen und ich ganz sicher nicht.“ Das sei selbst für erfahrene Mediziner schwierig.
Bei der 1:2-Niederlage im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern am Samstag war Schlotterbeck logischerweise nicht mit am Start, auch in den ersten Saisonwochen wird der BVB auf Schlotterbeck verzichten müssen. Vor der angesprochenen Länderspielpause ist die Borussia gegen den HSV, im DFB-Pokal beim HEBC Hamburg sowie wiederum in der Liga bei Hoffenheim gegen Paderborn und in Stuttgart gefordert.
Rückblickend auf seine Innenbandverletzung, die sich Schlotterbeck bereits nach gut einer Viertelstunde beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste zugezogen hatte, gab der Verteidiger zu: „Das war nicht ohne bei der WM. Ich dachte am Anfang, es wäre nicht so schlimm, habe dann noch weitergespielt.“ Letztlich aber bedeutete die Verletzung das WM-Aus – und für den BVB ein Saisonstart ohne den Abwehrchef.
Sowohl in der kompletten Vorbereitung als auch zum Saisonstart muss Borussia Dortmund auf Nico Schlotterbeck verzichten. Der Termin für ein Comeback ist weiterhin offen, der 26-Jährige gewährte nun einen Einblick in die Reha.
