Serhou Guirassy und Ramy Bensebaini bekommen beim BVB am Samstagabend im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern eine Pause und sitzen zunächst nur auf der Bank. Trainer Niko Kovac erklärt dies mit der Fastenzeit – und seiner „Verantwortung“ als Cheftrainer.
Auswirkungen des Ramadan
83 Minuten im Hinspiel der Champions-League-Play-offs gegen Atalanta Bergamo, 90 Minuten im Rückspiel. Dazwischen noch 72 Spielminuten in der Bundesliga beim Gastspiel in Leipzig am vergangenen Samstag: Serhou Guirassy hat genau wie Teamkollege Ramy Bensebaini, der in allen drei Spielen sogar über die volle Distanz auf dem Rasen stand, während des Ramadan schon einiges an Minuten auf dem höchsten Niveau abgerissen. Nun wird es Zeit für eine Verschnaufpause.
Etwas überraschend verzichtet Niko Kovac auf Guirassy in seiner Startelf für das Topspiel gegen Spitzenreiter Bayern München am Samstagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker), auch Bensebaini sitzt zunächst nur auf der Bank. Der BVB-Cheftrainer erklärte die Pause für das Duo vor der Partie am Sky-Mikrofon mit dem Hinweis auf die Fastenzeit.
Nach vier Spielen in zwei Wochen und in Verbindung mit dem Ramadan, der am Abend des 18. Januar begann, sei die Belastung für Guirassy und Bensebaini zu hoch für einen weiteren Startelfeinsatz gegen die Bayern. „Es kostet viel Energie, wenn du den ganzen Tag nicht essen und trinken kannst. Deswegen konnte ich die Jungs heute nicht bringen“, so Kovac.
Kovac: Fastenzeit hat „Einfluss auf die Performance“
Der 54-Jährige berief sich auf nicht näher genannte Studien, die die Auswirkungen der Fastenzeit auf Hochleistungssportler zeigen würden. „Wir haben die Daten. Man sieht schon: Wenn die Spieler nicht essen und trinken können, hat dies Einfluss auf die Performance“, führte Kovac weiter aus. „Ich als Trainer muss die Verantwortung übernehmen und auch auf die Gesundheit meiner Spieler schauen.“
Statt Guirassy startet der frische Fabio Silva in der Sturmspitze des BVB. Für Bensebaini, der unter der Woche beim Aus in der Königsklasse zudem äußerst unglücklich agierte, kehrt Nico Schlotterbeck in die defensive Dreierreihe zurück. Insgesamt nahm Kovac fünf Wechsel an seiner Startelf im Vergleich zum 1:4 in Bergamo unter der Woche vor.
BVB will in den Zweikämpfen Bayern ärgern
Dass auch Julian Ryerson, der bereits elf Torvorlagen in dieser Saison auf dem Konto hat, aufgrund einer Gelbsperre fehlt, wollte der Coach derweil für sein Team nicht überbewerten. Gute Flanken, „das können die anderen auch“. In Ryerson-Ersatz Yan Couto habe er „vollstes Vertrauen“.
Generell sei die Marschrichtung gegen die „Übermannschaft in dieser Saison“ aus München: „Wir müssen Zweikämpfe führen. Das kann Bayern natürlich auch, aber das mögen sie nicht so sehr.“ Vor dem Spiel beträgt der Rückstand des BVB auf den Tabellenführer bereits acht Zähler, entsprechend muss ein Sieg her, um das Meisterrennen noch spannend zu halten.
„Wir müssen ans Leistungslimit gehen, in allen Bereichen“, betonte Kovac. „Mit unseren Zuschauern im Rücken kann hier einiges gehen.“
Serhou Guirassy und Ramy Bensebaini bekommen beim BVB am Samstagabend im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern eine Pause und sitzen zunächst nur auf der Bank. Trainer Niko Kovac erklärt dies mit der Fastenzeit – und seiner „Verantwortung“ als Cheftrainer.
